Richard Anthony Serra

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    amerikanischer Bildhauer; * 2. November 1939 in San Francisco

    tätig in New York; bedeutender Vertreter der Minimal art in den USA, ging seit den 60er Jahren den Gestaltungsprozessen nach, die er an Werken einfachster Grundstruktur aufzeigte; seit 1968 Skulpturen aus den Materialien Gummi und Neon, seit 1969 Arbeiten aus Stahlplatten, die sich im Gleichgewicht halten, zur Demonstration der Probleme Balance und Volumen; Großplastiken für den Außenraum, wie "Terminal" (1975/76), vorgeführt auf der documenta 6, Kassel 1977.

    Immer wieder stießen Serras Arbeiten auf Unverständnis und herbe Kritik. Sein zusammen mit dem amerikanischen Archiktekten Peter Eisenman in Berlin geplantes Mahnmal für den Holocaust löste seit dem Jahr 1997 heftige Diskussionen aus. Nachdem sich die Komission nach längeren Diskussionen für das Modell von Serra und Eisenman entschieden hatte, dauerten die Unstimmigkeiten über das Projekt weiter an. Im Zuge der andauernden Debatten um das Mahnmal zog sich Serra 1998 aus dem Projekt zurück.

    Kalenderblatt - 18. Juli

    1922 Der Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz, das unter dem Eindruck der Ermordung von Außenminister Walther Rathenau ausgearbeitet wurde und dem Schutz der demokratischen Staatsform vor politischem Extremismus dienen soll. Es ist zunächst auf fünf Jahre befristet, wird aber 1927 noch einmal um zwei Jahre verlängert.
    1930 Der Reichskanzler Heinrich Brüning löst den Reichstag auf, nachdem die von der Regierung mit Notverordnungsrecht angeordneten Steuererhöhungen von den Abgeordneten abgelehnt wurden.
    1949 Gründung der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK).