Reformation

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    (lateinisch "Wiederherstellung", "Erneuerung")

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    Martin Luther; Porträt von L.Cranach dem Älteren
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    Philipp Melanchthon

    durch Erneuerung angestrebte Wiederherstellung eines früheren, besseren Zustandes; politisch z.B. Reformationsversuch im Deutschen Reich (Reichsreform).

    Im engeren Sinn bezeichnet die Reformation die große religiöse Bewegung des 16. Jh. nach dem Versagen der Reformbestrebungen des Konzils von Konstanz 1414-18 (Martin VI.) und Basel 1431-49 (Eugen IV.) sowie des Wiener Konkordats für Deutschland (1448 zwischen Friedrich III. und Nikolaus V.), veranlasst durch die kirchlichen Missstände der Zeit (Verweltlichung der Kurie, Verfall des Mönchswesens, Werkfrömmigkeit, Ablassmissbrauch u.a.);

    Die Reformation erstrebte aus persönlicher Gewissensnot die Wiederherstellung eines reinen biblischen Christentums, eine von weltlichen Machtmitteln unbeeinflusste Gemeinschaft der Christenmenschen und die Gotteskindschaft allein durch den Glauben. Der entscheidende Schritt der Reformation ging von Martin Luther und seinen an der Wittenberger Schlosskirche angebrachten 95 Thesen gegen den Ablasshandel aus.

    Die Einheit der lateinischen Kirche zerbrach durch die Trennung von der römisch-katholischen Kirche und durch das Entstehen evangelischer Gemeinschaften. Nach Abkehr von den sozialrevolutionären Bewegungen, die ihre Anliegen mit denen der Reform verbunden hatten (Ritterkrieg Sickingens 1522-1523, Bauernkrieg 1524/25) suchten die Protestanten Anlehnung und Schutz bei den der Reformation zuneigenden Reichsständen.

    Seit dem Reichstag zu Speyer 1526 Aufbau von Landeskirchen (1522-1523 Kursachsen, Hessen, Ansbach-Bayreuth, Anhalt, Pfalz-Zweibrücken, süddeutsche Reichsstände und Deutschlandordensland; 1534-1540 Württemberg, Herzogtum Sachsen, Brandenburg, Kurpfalz); Anerkennung und Sicherung des reformierten Kirchenwesens im Augsburger Religionsfrieden 1555. Der Landesherr konnte die Konfession seines Landes frei wählen, wodurch die konfessionelle Spaltung Deutschlands eingeleitet wurde. Die Gegenreformation (1555 bis zum Westfälischen Frieden 1648) der katholischen Kirche erreichte ihr Ziel der vollkommenen Rekatholisierung Europas nicht.


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