Optionen

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    Mit dem Kauf einer Option erwirbt man das Recht – hat aber nicht die Pflicht -, an einem bestimmten Verfalltag eine bestimmte Menge eines Finanztitels zu einem heute festgesetzten Preis zu kaufen/ verkaufen. Für dieses Recht zahlt der Erwerber der Option dem Verkäufer einen Preis, die Optionsprämie. Bei Finanzoptionen handelt es sich um Zinsen, Aktien, Aktienindizes, Devisen, Renten, etc. Unterschieden wird zwischen börsenfreien Optionen (OTC – Over-the-Counter) und börsengehandelten Optionen (Terminbörse). Im Gegensatz zum Optionsschein nicht als Wertpapier verbrieft.

    Beim Kauf einer Option wird zwischen zwei Arten unterschieden: Beinhaltet die Option das Recht zu kaufen, spricht man von Kaufoptionen oder Call, beim Recht zu verkaufen von Verkaufsoptionen oder Put. Der Käufer eines Calls (Puts) setzt also auf steigende (fallende) Kurse.

    Beim Kauf einer europäischen Option kann der Käufer von seinem Recht nur an einem ganz bestimmten Tag Gebrauch machen. Bei einer amerikanischen Option dagegen kann das Optionsrecht jederzeit bis zum Verfalltag ausgeübt werden.

    Optionen werden zu Absicherungszwecken (Hedging) eingesetzt. Sie werden aber auch angewandt, wenn die abzusichernde Transaktion noch in der Schwebe ist, z.B. bei Bietungen.

    Beim Verkauf einer Option geht man die Verpflichtung ein, auf Verlangen des Käufers ein bestimmtes Finanzinstrument zu einem vorbestimmten Preis zu verkaufen (Call) oder zu beziehen (Put). Der Verkäufer ist Stillhalter und erhält dafür eine Prämie.

    Die Wertentwicklung von Optionen ist durch sehr große Kursschwankungen gekennzeichnet, die deutlich größer sind, als die des Basisguts (Hebel-Wirkung).

    Da Optionen zeitlich befristet sind, enden sie am Verfalltag, wenn sie bis dahin nicht in Anspruch genommen wurden.

    Kalenderblatt - 19. Juli

    1870 Frankreich erklärt Deutschland den Krieg.
    1908 Der englische Oberst Burnley-Campbell reist einmal um die Welt in vierzig Tagen.
    1937 In München wird die Ausstellung Entartete Kunst eröffnet, in der die Werke missliebiger Künstler exemplarisch dargeboten werden, um sie in die Nähe von Geisteskrankheit und "Abartigkeit" zu setzen.