Madeleine de Scudéry

    Aus WISSEN-digital.de

    französische Schriftstellerin; * 15. Oktober 1607 in Le Havre, † 2. Juni 1701 in Paris

    Seit 1647 betrieb Madeleine de Scudéry in Paris einen der berühmtesten "Literaten-Salons" des Barock - gemeinsam mit ihrem Bruder, dem Dichter Georges de Scudéry, unter dessen Namen sie auch ihre ersten Romane veröffentlichte. Eine Gemeinschaftsarbeit der Geschwister war der Roman "Ibrahim oder der durchlauchtigste Bassa", der auch auf die zeitgenössische deutsche Literatur nicht ohne Einfluss blieb. Madeleine de Scudérys Salon wurde zum Mittelpunkt der "Precieuses", die sich im asketisch-analytischen Geiste des Jansenismus gegen die Verwilderung der gesellschaftlichen Sitten wandten, die platonische Freundschaft zum Ideal erhoben und sich um die kulturelle Verfeinerung und um die Pflege der Sprache hohe Verdienste erwarben. Die Romane der Schriftstellerin bedeuteten für die Gesellschaft ihrer Zeit nicht nur literarische Unterhaltung, sondern waren auch Handbücher der guten Sitten. Die "Preziosität" endete jedoch in einer ungesunden Übersteigerung, die Molière später in seinen "Precieuses ridicules" zum Anlass einer parodistischen Verspottung nahm.

    Hauptwerke: "Artameses oder Der große Cyrus" (1643 bis 1653), "Clelia, eine Römische Geschichte" (1654 bis 1660).

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