Kreide

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    1. auch: Kreideformation, Kreidezeit; der jüngste Abschnitt des Mesozoikums. Die Kreidezeit begann vor etwa 140 Millionen Jahren und dauerte bis zum Beginn des Tertiär vor etwa 65 Millionen Jahren. Sie wird in die Abteilungen Untere und Obere Kreide gegliedert. Die Kreide ist geprägt von der Ausbreitung des Meeres, es erreichte seine größte Ausdehnung, zog sich aber gegen Ende wieder zurück. In den Alpen und den Anden begann die so genannte alpidische Orogenese. Der Kontinent Gondwana zerfiel, und es begann die Bildung der heutigen Kontinente. Die Gesteinsablagerungen der Kreide bestehen aus Mergel, Ton, Sandstein, Kalk und vor allem - wie der Name sagt - aus Kreide. In der Pflanzenwelt entwickelten sich die Bedecktsamer. Für die Tierwelt ist v.a. das Aussterben bestimmter Arten prägend. Die Saurier entwickelten sich zunächst zu Riesensauriern weiter, starben aber gegen Ende aus. Nur kleinere Reptilien, wie Echsen, Schlangen, Krokodile etc., konnten überleben. Ebenso verschwanden Ammoniten und andere Weichtiere.
    2. weißer, weicher Kalkstein aus Schalenresten niederer Tiere; als marines Flachseesediment v.a. in der oberen Kreideformation abgelagert. Verwendungsmöglichkeiten: zum Polieren, Schreiben (Schreibkreide), zur Glas- und Porzellanherstellung. Berühmt sind die Kreidefelsen auf Rügen und bei Dover.

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