Jean Renoir

    Aus WISSEN-digital.de

    französischer Regisseur; * 15. September 1894 in Paris, † 12. Februar 1979 in Beverly Hills, Kalifornien

    Sohn von Auguste Renoir; nach dem Krieg arbeitete Renoir als Keramiker. Seinen ersten Film drehte er als Autodidakt mit seiner Frau als Hauptdarstellerin.

    Er wurde zum improvisierenden, immer neu lernenden Regisseur, der grundsätzlich am Originalschauplatz drehte und Kulissen hasste. Er schilderte die Atmosphäre, liebte die im Leben zu kurz Gekommenen, die Opfer.

    Weltberühmt machten ihn seine Meisterwerke der dreißiger Jahre. "La grande illusion" war ein pazifistischer Film mit Erich Stroheim in der Hauptrolle; in "La regle du jeu" spielte er selbst mit und in der Eisenbahner-Tragödie "La bête humane" trat der junge Jean Gabin auf. Renoir setzte sich mit den Filmen "La Marseillaise" und "La vie est à nous" vor dem Zweiten Weltkrieg für die französische Volksfront ein. 1940 emigrierte er vor den einmarschierenden deutschen Truppen in die USA. In Hollywood drehte er weiterhin Filme - stets dagegen ankämpfend, von einem bestimmten Studio vereinnahmt zu werden. Sein Gesamtwerk umfasst 37 Filme.

    Filme (Auswahl)

    1936 - Das Leben gehört uns (La vie est à nous, Buch und Regie)

    1936 - Nachtasyl (Les bas-fonds, Regie)

    1937 - Die große Illusion (La grande Illusion, Buch und Regie)

    1938 - Bestie Mensch (La bête humane, Buch, Regie und Darsteller)

    1938 - Die Marseillaise (La Marseillaise, Buch und Regie)

    1939 - Die Spielregel (La regle du jeu, Buch, Regie, Produzent und Darsteller)

    1945 - Der Mann aus dem Süden (The Southerner, Buch und Regie)

    1959 - Frühstück im Grünen (Le dejeuner sur l'herbe, Buch und Regie)

    1959 - Das Testament des Dr. Cordelier (Le testament du docteur Cordelier, Buch, Regie und Produzent)

    1962 - Der Korporal in der Schlinge (Le corporal epingle, Buch und Regie)

    KALENDERBLATT - 26. Juni

    1945 Die Charta der Vereinten Nationen (UNO) und das Statut für einen Internationalen Gerichtshof wird verkündet.
    1948 Die Luftbrücke nach Westberlin wird eröffnet, um die von den Sowjets eingeschlossene Stadt aus der Luft mit Nahrungsmittel zu versorgen. Sie dauert bis zum 16. April 1949.
    1963 Der amerikanische Präsident John F. Kennedy besucht Berlin und hält seine berühmt gewordene Rede, die er mit dem Satz: "Ich bin ein Berliner!" beendet.



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