Idealismus

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    1. im allgemeinen Sprachgebrauch die Lebenspraxis eines Individuums, sein Denken und Handeln nach bestimmten Werten und Idealen auszurichten.
    2. Als philosophische Position bezeichnet Idealismus die Überzeugung, Wirklichkeit auf Ideen und Ideale zurückführen zu können. Damit bezeichnet der Idealismus eine erkenntnistheoretische Position, die den Ideen und dem Denken und nicht der Materie Wirklichkeit zugesteht. Bereits Platon vertrat mit seiner Ideenlehre einen metaphysischen Idealismus, der davon ausging, dass auch der materiellen, sinnlich erfahrbaren Welt ein ideelles Prinzip als letzter Seinsgrund zu Grunde liegt. In der Neuzeit bezogen die Philosophen Schelling und Hegel eine ähnliche idealistische Position (objektiver Idealismus). Unter anderem Descartes und Schopenhauer dagegen reduzierten Wirklichkeit auf menschliche Bewusstseinsinhalte (subjektiver Idealismus). Berkeley behauptete sogar, außerhalb des menschlichen Bewusstseins existiere keine Materie (Solipsismus).

    Kalenderblatt - 23. Juli

    1901 Geheimrat Professor Dr. Robert Koch prophezeit den Sieg über die Tuberkulose.
    1932 Der Völkerbund beendet seine Abrüstungskonferenz in Genf. In die allgemeine Abrüstungskonvention soll aufgenommen werden: Verbot von Luftangriffen gegen die Zivilbevölkerung, der chemischen und bakteriologischen Waffen und der Flammenwerfer, sowie die Tonnagebegrenzung von Kampfwagen und der Kaliber der schweren Artillerie.
    1969 Das amerikanische Raumschiff "Apollo 11" landet wohlbehalten im Pazifik.