Hugenotten

    Aus WISSEN-digital.de

    (französisch: huguenots, "Eidgenossen")

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    Gaspard de Coligny; Porträt
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    Heinrich IV., König von Frankreich

    ursprünglich Spott-, seit etwa 1560 Parteiname der überwiegend calvinistischen Protestanten Frankreichs.

    Schweren Verfolgungen ausgesetzt (Bartholomäusnacht 1572), kämpften sie unter Führung des Admirals Coligny und des Hauses Bourbon in acht blutigen, durch Teilnahme des Hochadels, durch Thronfolgestreit und Einmischung des Auslandes auch politisch motivierten Bürgerkriegen 1562-1598 (Anlass war das Blutbad von Vassy am 1. März 1562) für ihren Glauben, ehe sie durch das Edikt von Nantes 1598 Glaubensfreiheit, bürgerliche Rechte und eine Reihe von Sicherheitsplätzen erhielten.

    Nach dessen Aufhebung 1685 durch Ludwig XIV. kam es zu neuen Verfolgungen (Dragonaden) und (trotz Verbot) zur Auswanderung von etwa 200 000 Hugenotten nach Holland, Deutschland (Brandenburg), England und der Schweiz (Refugiés).

    Erst nach 1789 erhielten die Hugenotten durch den Code Napoléon volle Gleichberechtigung.

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