Grönland

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    Grönland

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    größte Insel der Erde im Nordpolarmeer, in der Arktis gelegen; geografisch zu Nordamerika, politisch zu Dänemark gehörend (mit innerer Autonomie), bis etwa 4 000 m ü. NN ansteigend; 2 175 600 km²; 56 000 Einwohner (v.a. Grönländer, mit Europäern gemischte Inuit); Hauptstadt: Nuuk (Godthaab).

    Haupterwerbszweige: Fischerei, Jagd, Kryolithgewinnung.

    Arktisches Klima, fast vollständig eisbedeckt, eisfrei nur ein Küstenstreifen im Westen.

    Pflanzen- und Tierwelt beschränkt auf den südlichen Teil: Polarweiden, Erlen, Birken, Zwerggesträuch, Polarwölfe, Moschusochsen, Rentiere, Robben, Wale, Eisbären.

    Geschichte

    Die Geschichte Grönlands beginnt etwa 2500 v.Chr., als die ersten Menschen, Paläo-Eskimos, von Kanada aus in den nördlichsten Teil des Landes kamen. Die Wissenschaft spricht heute von einer Independence-I-Kultur der Moschusochsen-Jäger im nördlichsten Landesteil und einer Saqqaq-Kultur der Robben- und Rentierjäger in der südlichen Region. Eine zweite Einwanderung von Kanada fand um 1000 v.Chr. statt, heute Independence-II-Kultur genannt. Ab etwa 500 v.Chr. bis ungefähr 1200 n.Chr. passten sich die Eskimos an die Robben- und Rentierjagd an. Unabhängig davon wurde das Land Ende des 1. Jahrtausends durch den aus Island verbannten Erik den Roten erstmals an seiner Südwestküste besiedelt. Erik nannte das neue Siedlungsgebiet "Grünes Land", um Siedler aus Island anzulocken. Kirchen entstanden und die 15 Siedlungen erhielten 1126 einen eigenen Bischof. Nach langer Autonomie gerieten die Siedlungen 1261 unter norwegische Herrschaft. 1774 bis 1950 war der Grönlandhandel in dänischer Hand. Das im Zweiten Weltkrieg von den Deutschen besetzte Dänemark schloss mit den USA während des Krieges ein Abkommen, das amerikanische Luftstützpunkte und Wetterstationen auf Grönland zuließ. 1953 wurde Grönland ein weitgehend autonomer und gleichberechtigter Bestandteil des Königreichs Dänemark. 1968 stand die Insel kurze Zeit im Mittelpunkt des Weltinteresses, als ein amerikanischer Langstreckenbomber mit vier Nuklearsprengköpfen auf der Insel abstürzte. 1979 stimmte ein Mehrheit der Grönländer für ein neues Selbstverwaltungsstatut, 1982 gegen das Verbleiben in der EG, das Land schied daraufhin 1985 aus der Institution aus.

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