Film

    Aus WISSEN-digital.de

    Herstellung bewegter Bilder auf der Basis fotografischer oder elektronischer Mittel, indem eine schnelle Folge von Einzelbildern auf eine Leinwand projiziert oder auf einem Bildschirm sichtbar gemacht wird.

    Die Einzelbilder werden von einer Filmkamera auf genormtem Filmmaterial (35 mm, 70 mm oder Schmalfilm 8 und 16 mm) aufgenommen, deren rascher Ablauf durch die Trägheit des Auges einen kontinuierlichen Bewegungsablauf vortäuscht. Dazu sind 16 oder mehr Bilder in der Sekunde nötig. Beim "Stummfilm" beträgt die Größe der Einzelbilder 18x24 mm, beim "Lichttonfilm" 16x22 mm, beim "Magnettonfilm" 18,7x23,8 mm. Von der Bildkamera werden pro Sekunde 24 Bilder fotografiert, wobei der in Trommeln aufgespulte Film ruckweise abläuft und während des Stillstandes belichtet wird. Eine Verminderung der Aufnahmegeschwindigkeit führt zur Zeitraffung, wenn die Wiedergabe mit normaler Geschwindigkeit abläuft; eine Zeitdehnung erreicht man durch die Erhöhung auf 36, 48 oder 64 Bilder pro Sekunde. Der "Tonfilm" (Schnittkopie) entsteht durch die Kombination mit dem "Splitband" (Tonstreifen), hiervon werden Kopien für Vorführzwecke erstellt.

    Die Wiedergabe erfolgt mit Projektoren. Dort wird der Film durch eine mit Malteserkreuz ruckweise angetriebene Zahntrommel aus der oberen Feuerschutztrommel der Filmführung zugeleitet. Er wird im Bildfenster angehalten, um von einer Spielbogen- oder Xenonlampe beleuchtet und auf die Leinwand projiziert zu werden. Die Verdunkelungsblende verdunkelt während des Weitertransports. Arten der Tonwiedergabe sind das "Lichtton-Verfahren" und das "Magnetton-Verfahren" (Stereoton).

    Die Wiedergabetechnik wurde im Lauf der Jahre immer weiter verbessert, u.a. mit Breitwandfilm, Vistavision, CinemaScope, Todd-AO und Cinerama.

    Filmarten

    Die Hauptarten des Films sind der Spielfilm, in dem fiktionale und für den Film inszenierte Stoffe wiedergegeben werden, der Dokumentarfilm, der Ausschnitte der Wirklichkeit dokumentiert und der Trickfilm, welcher die Bewegung durch Einzelbildaufnahmen der einzelnen Bewegungsphasen künstlich herstellt (z.B. Zeichentrickfim).

    Spielfilme werden je nach Thematik verschiedenen Genres zugeordnet, z.B. Abenteuer-, Horrorfilm, Kriminalfilm, Western, Sciencefiction, Fantasy, Märchen-, Musikfilm, Heimatfilm etc.

    Siehe auch Filmgeschichte.

    KALENDERBLATT - 10. Dezember

    1909 Der deutsche Physiker Karl Ferdinand Braun erhält den Nobelpreis für Physik zusammen mit dem Italiener Guglielmo Marchese Marconi. Beide Forscher haben wertvolle Erkenntnisse auf dem Gebiet der drahtlosen Telegrafie gewonnen. Der deutsche Chemiker Wilhelm Ostwald erhält den Nobelpreis für Chemie für seine Arbeiten über Katalyse, chemische Gleichgewichte und Reaktionsgeschwindigkeiten.
    1934 Von Otto Neustädter-Stürmer, Bundesminister Österreichs für soziale Verwaltung, werden die Satzungen des Gewerkschaftsbunds erlassen.
    1997 Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth muss einem Entschluss des Verwaltungsgerichts Köln zufolge von der FDP rund 10,4 Millionen DM zurückfordern. Die Partei erhielt im Jahr 1996 im Rahmen der Parteienfinanzierung 12,4 Millionen DM ausgezahlt.



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