Fidel Castro

    Aus WISSEN-digital.de

    kubanischer Politiker; * 13. August 1926 in Mayarí, Provinz Oriente, † 25. November 2016 in Havanna

    eigentlich: Fidel Castro Ruz; Studium der Rechte, Rechtsanwalt in Havanna. Ab 1953 Gegner des Regimes F. Batistas; wegen Aufstandsversuchs zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt; 1955 freigelassen; 1956 bis 58 Anführer eines Guerillakriegs, der am 1. Januar 1959 mit dem Sturz des Diktators endete. Ihm zur Seite stand der argentinische Freiheitskämpfer Che Guevara.


    Darauf wurde Castro Ministerpräsident und gab der kubanischen Revolution einen kommunistischen Inhalt in enger Anlehnung an den Ostblock; 1961 erfolgte eine öffentliche Bekennung zum Kommunismus. Ab 1965 war Castro zugleich auch Parteivorsitzender; nach der Verfassungsverabschiedung 1976 vereinigte er in seiner Person das Amt des Staatsoberhauptes und Regierungschefs.

    Er führte eine Reihe von Sozialreformen durch (Enteignung nordamerikanischen Besitzes, Landverteilung, Planwirtschaft, Volksbildungssystem). Wirtschaftlicher und politischer Druck der USA führten zu militärischer Aufrüstung und zur Anlehnung an die Sowjetunion durch Kuba. Castro unterstützte den Guerillakampf in Südamerika und Afrika, dort seit Mitte der 1970er Jahre auch durch Militärhilfe.

    Spätestens mit der Kubakrise wurden die Differenzen zwischen dem kommunistischen Kuba unter Castro und den westlichen Ländern nahezu unüberbrückbar. Nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Systeme in Europa 1989 wurde er außenpolitisch zunehmend isoliert. Auf Grund der Wirtschaftskrise Kubas gab Castro Mitte der 1990er die sozialistische Wirtschaftsordnung teilweise auf.

    Anfang August 2006 gab Castro aufgrund gesundheitlicher Probleme die Regierungsgeschäfte vorläufig an seinen Bruder Raúl ab. Im Februar 2008 wurde dieser neuer kubanischer Staatschef; Fidel Castro trat endgültig von seinen politischen Ämtern zurück.

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