Elon Musk glaubt: So könnte sich die Wirtschaft durch KI und Roboter grundlegend verändern

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    Elon Musk ist überzeugt, dass die Weltwirtschaft vor der größten Transformation ihrer Geschichte steht. Nach seiner Einschätzung werden künstliche Intelligenz und humanoide Roboter in den kommenden Jahrzehnten nahezu alle Bereiche der Wirtschaft verändern. Während frühere technologische Revolutionen vor allem die Produktivität erhöhten, erwartet Musk eine Entwicklung, die weit darüber hinausgeht: eine Wirtschaft, in der intelligente Maschinen den Großteil der Arbeit übernehmen und materieller Wohlstand in bisher ungekanntem Ausmaß entsteht. Im Zentrum seiner Vision steht die Annahme, dass künstliche Intelligenz künftig nahezu jede geistige Aufgabe bewältigen kann, während Milliarden humanoider Roboter körperliche Arbeiten übernehmen. Diese Roboter sollen in Fabriken produzieren, Häuser bauen, Felder bewirtschaften, Waren transportieren, Pflegeaufgaben unterstützen und sogar Tätigkeiten im Haushalt ausführen. Da Maschinen rund um die Uhr arbeiten können und weder Pausen noch Urlaub benötigen, würde die weltweite Produktionskapazität nach Musks Einschätzung exponentiell wachsen.

    Musk geht davon aus, dass es langfristig sogar mehr humanoide Roboter als Menschen geben könnte. Bei einer Weltbevölkerung von rund acht Milliarden Menschen hält er es für möglich, dass künftig zehn Milliarden oder mehr intelligente Roboter im Einsatz sind. Jeder Haushalt könnte mehrere Roboter besitzen, die zahlreiche alltägliche Aufgaben übernehmen. Dadurch würde sich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Menschheit vervielfachen.

    Die entscheidende Folge wäre nach Musks Ansicht eine sogenannte "Post-Knappheitsgesellschaft". Heute basiert nahezu jede Volkswirtschaft auf dem Prinzip der Knappheit. Güter und Dienstleistungen sind begrenzt verfügbar, weshalb Preise entstehen und Geld als Tauschmittel benötigt wird. Genau dieses Fundament könnte sich laut Musk grundlegend verändern.

    Wenn Roboter Lebensmittel produzieren, Fabriken vollständig automatisiert arbeiten und künstliche Intelligenz einen Großteil der geistigen Dienstleistungen übernimmt, könnten die Herstellungskosten vieler Produkte drastisch sinken. Lebensmittel, Kleidung, Möbel, Elektronik oder Haushaltsgeräte wären deutlich günstiger als heute. Auch Energie könnte durch den Ausbau erneuerbarer Technologien und automatisierter Produktionsprozesse erheblich preiswerter werden. In einer solchen Welt würde Geld zwar nicht zwangsläufig verschwinden, seine heutige Bedeutung könnte jedoch deutlich abnehmen, weil viele Güter nicht mehr knapp wären.

    Musk spricht in diesem Zusammenhang häufig von einer Zukunft des "Amazing Abundance" beziehungsweise einer Welt des außergewöhnlichen Überflusses. Seiner Ansicht nach könnten KI und Robotik die globale Wirtschaft stärker verändern als jede frühere industrielle Revolution. Arbeit wäre dann nicht länger zwingend notwendig, um den eigenen Lebensunterhalt zu sichern. Menschen könnten arbeiten, weil sie es möchten, nicht weil sie darauf angewiesen sind.

    Dennoch sieht Musk Geld nicht unbedingt von heute auf morgen verschwinden. Vielmehr könnte sich die Funktion des Geldes verändern. Solange bestimmte Ressourcen begrenzt bleiben, wird es weiterhin Märkte geben. Grundstücke in attraktiven Lagen, Immobilien am Meer, seltene Rohstoffe, exklusive Kunstwerke oder individuelle medizinische Spitzenleistungen werden auch in einer hochautomatisierten Zukunft knapp bleiben. Für solche Güter dürfte Geld weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

    Ein weiterer zentraler Bestandteil von Musks Zukunftsvision ist das Konzept eines sogenannten "Universal High Income". Anders als das bekannte bedingungslose Grundeinkommen geht es dabei nicht lediglich um eine finanzielle Grundabsicherung. Musk erwartet, dass die enorme Wertschöpfung durch Milliarden Roboter einen so hohen Wohlstand erzeugen könnte, dass jeder Mensch einen deutlich höheren Lebensstandard erreicht. Finanziert würde dies durch die gewaltige Produktivität automatisierter Unternehmen und neuer Wirtschaftsmodelle.

    Allerdings weisen zahlreiche Ökonomen darauf hin, dass diese Entwicklung keineswegs automatisch zu mehr Wohlstand für alle führen muss. Die entscheidende Frage lautet, wem die Roboter und die künstliche Intelligenz gehören werden. Sollten wenige Unternehmen oder Investoren den Großteil der automatisierten Produktionsmittel kontrollieren, könnten sich Vermögen und wirtschaftliche Macht weiter konzentrieren. In diesem Szenario würde die Automatisierung zwar enorme Gewinne erzeugen, diese kämen jedoch nicht zwangsläufig der gesamten Bevölkerung zugute.

    Sollten hingegen Staaten, Genossenschaften oder Privatpersonen breiten Zugang zu Robotern und KI-Systemen erhalten, könnte die zusätzliche Wertschöpfung deutlich gleichmäßiger verteilt werden. Viele Experten sehen deshalb weniger die Technologie selbst als vielmehr politische Entscheidungen und Eigentumsstrukturen als entscheidenden Faktor für die Wirtschaft der Zukunft.

    Auch wenn Musk davon ausgeht, dass künstliche Intelligenz viele Berufe ersetzen wird, rechnen Wirtschaftsforscher damit, dass nicht alle Tätigkeiten vollständig automatisiert werden können. Besonders kreative Spitzenleistungen, wissenschaftliche Grundlagenforschung, zwischenmenschliche Betreuung sowie politische und juristische Entscheidungen dürften weiterhin in erheblichem Maße von Menschen geprägt werden. Gleichzeitig gilt es als wahrscheinlich, dass sich zahlreiche Berufsbilder grundlegend verändern werden und Menschen künftig verstärkt mit KI-Systemen zusammenarbeiten.

    Ob Geld eines Tages tatsächlich überflüssig wird, bleibt unter Experten umstritten. Ein breiter wissenschaftlicher Konsens besteht derzeit nicht. Viele Fachleute halten eine massive Steigerung der Produktivität durch künstliche Intelligenz und Robotik für realistisch. Dass jedoch sämtliche Knappheit verschwindet und Geld seine Funktion vollständig verliert, wird überwiegend als langfristige und spekulative Zukunftsvision betrachtet.

    Fest steht jedoch: Die Kombination aus künstlicher Intelligenz, humanoiden Robotern und automatisierter Produktion dürfte die Weltwirtschaft tiefgreifend verändern. Sollte sich Musks Vision zumindest teilweise erfüllen, könnte die Menschheit vor einem wirtschaftlichen Wandel stehen, der größer wäre als die industrielle Revolution, die Einführung des Internets oder die Digitalisierung zusammen. Wie diese neue Wirtschaftsordnung letztlich aussieht, wird nicht allein von der Technologie abhängen, sondern vor allem davon, wie Gesellschaften Eigentum, Wohlstand und die Verteilung der enormen Produktivität organisieren.

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