Dynamismus

    Aus WISSEN-digital.de

    1. zuerst von Leibniz formulierter philsophischer Ansatz, der alles Sein auf Kräfte und alles Geschehen auf die Wechselwirkung von Kräften zurückführt.
    1. ausgeprägte Machtauffassung; allgemeines Konzept, das Magismus (Magie) und Fetischismus zugrunde liegt. Die gewissermaßen ursachenlos vorhandene Macht findet sich in bestimmten Personen, aber auch in bestimmten Gegenständen oder an bestimmten Orten. Dies kann zu einer Regelung des sozialen und religiösen Verhaltens führen, wenn z.B. solche Gegenstände nicht berührt, solche Orte nicht betreten werden dürfen.

    Ein Gegenstand, der nicht berührt, ein Ort, der nicht betreten werden darf, ist "tabu". Die Tabu-Auffassung ist ein sehr wirksamer Regulator für die tatsächlichen Lebenszusammenhänge. Wer einen Gegenstand, der "tabu" ist, berührt, hat schwerste Strafen zu gewärtigen, weil sich die Macht, die sich in dem betreffenden Gegenstand befindet, an ihm rächt.

    Die solchen und ähnlichen Erscheinungen zugrundeliegende Macht heißt "Mana". Das melanesisch-polynesische Wort "mana" bedeutet etwa "wirksam", "mächtig". Bei anderen Menschengruppen wird derselbe Ausgangsbefund mit Ausdrücken wie "orenda", "wakando", "manitu" u.a. bezeichnet. Eine solche "Mana"-Macht kann auch verloren gehen. Deshalb versuchen daran glaubende Menschen, sie an bestimmte Personen, Gegenstände oder Orte zu "binden" bzw. sie durch Zauberei in einem Fetisch zu lokalisieren.

    KALENDERBLATT - 11. August

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