Dorf

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    Ein Dorf ist eine zumeist geschlossene ländliche Siedlung von ursprünglich bäuerlicher Bevölkerung mit angeschlossenen Nutzflächen. Es ist eine kleinere Siedlungsform als die Stadt und steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den natürlichen Voraussetzungen (Boden, Klima, landwirtschaftliche Nutzung) und der historischen Entwicklung (Siedlungen).

    In alten deutschen Dörfern gab es zumeist Selbstverwaltung und eine eigenständige Gerichtsbarkeit. Die ältesten deutschen Dörfer findet man im Altsiedelgebiet (5.-8. Jh.). Meist wurden daraus Dörfer als Marktgenossenschaften mit eigener Gerichtsbarkeit. Bis zu Beginn des 19. Jh.s galten Dörfer als Realgemeinde, danach wurden sie abgelöst von der politischen Gemeinde, die auch mehrere Orte umfassen konnte. Aus der Wirtschafts- und Lebensgemeinschaft wurde die reine Verwaltungseinheit. Seit dem 19. Jh. kann man auf Grund des starken Einflusses der industriellen Entwicklung und der daraus resultierenden Verstädterung von einer zunehmende Auflösung traditioneller dörflicher Sozialstrukturen sprechen. Aus Dörfern wurden oft Industrie- und Arbeiterdörfer, die Trennung zwischen Wohn- und Arbeitsraum wurde zu Beginn des 19. Jh.s vollzogen.

    Man unterscheidet je nach Anordnung der Häuser mehrere Dorftypen: Weiler, Haufendorf, Rundangerdorf, Platzdorf, Sackgassendorf, Straßendorf, Zeilendorf, Reihendorf und andere.

    Im Mittelalter wurde für viele Bauernhöfe in neu angelegten Dörfern eine bestimmte, direkt hinter dem Hof liegende Bewirtschaftungsfläche festgelegt, die so genannte Hufe. Die so entstandenen Dörfer wurden Hufendörfer genannt und je nach dem Ort ihrer Anlage unterschieden (Moorhufendörfer, Waldhufendörfer). Nach der Fluraufteilung wird differenziert zwischen Dörfern, bei denen ein Hof in unmittelbarer Nähe zu seinem Ackerland liegt, und Dörfern, wo Hof und Ackerland getrennt liegen (dabei kann das Ackerland auch verstreut sein, Streusiedlung).

    KALENDERBLATT - 28. September

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