Botanik

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    Carl von Linné; Porträt

    Teilgebiet der Biologie, das sich mit dem Studium der Pflanzen beschäftigt. Geforscht wird sowohl in der Natur als auch im Labor. Die meisten Pflanzen sind Lebewesen, die Fotosynthese betreiben; es werden aber auch Pilze, die kein Chlorophyll enthalten, untersucht. Im Mittelpunkt der Forschung stehen nicht nur Aufbau, Funktion und Lebensweise der Organismen, sondern auch ihre Wechselwirkungen untereinander sowie diejenigen mit ihrer Umwelt (Ökologie) und anderen Lebewesen. Siehe auch Symbiose.

    Einzelne Disziplinen

    Unter dem Begriff der allgemeinen Pflanzenkunde (Phytologie) kann man folgende Gebiete zusammenfassen:

    Pflanzenanatomie und Pflanzenmorphologie erforschen den inneren bzw. äußeren Aufbau der Pflanze (Form und Struktur). Die Pflanzenphysiologie untersucht die Lebenserscheinungen der Pflanze.

    Zur spezielle Botanik zählen die Pflanzensystematik (vergleiche Taxonomie), die Geobotanik (Verbreitung), die Pflanzenökologie (Beziehung von Pflanzen und Umwelt), die Pflanzensoziologie und die Paläobotanik (Evolution der Pflanzen, Studium der fossilen Pflanzen).

    Unter angewandter Botanik kann man Spezialgebiete zusammenfassen, die in direktem Zusammenhang mit Nachbardisziplinen wie den Agrarwissenschaften stehen. So beschäftigt sich die Phytomedizin mit Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz. Die spezielle Biologie befasst sich mit Bau und Lebensvorgängen der jeweiligen Pflanze. Darunter fällt auch die Pflanzensystematik, welche die Pflanzen in ihre stammesgeschichtlichen Zusammenhänge (Phylogenie) stellt.

    Ein Spezialgebiet ist die pharmazeutische Biologie; sie befasst sich mit der Heilpflanzen-Kunde.

    Geschichte

    Das erste, noch unsystematische Wissen der Menschen über die Pflanzenwelt stammt aus jener Zeit, in der die ersten Feldfrüchte angebaut wurden; auch dass bestimmte Pflanzen wertvolle Heilmittel enthalten, wurde schon früh erkannt.

    Erste wissenschaftliche Untersuchungen machte im 4. Jh. v.Chr. der griechische Philosoph Theophrast, der eine erste Klassifizierung der Pflanzen versuchte und ihr Aussehen und ihre Fortpflanzung beschrieb. Unter den Griechen herrschte noch die Vorstellung, dass Pflanzen sich nur durch Nährstoffe aus dem Boden ernähren. Die Morphologie stand hierbei im Vordergrund. Weitere wichtige Wissenschaftler waren Dioskurides und Plinius.

    Neuere Erkenntnisse brachte erst die Erfindung des Mikroskops im 16. Jh.

    J.B. van Helmont erbrachte im 17. Jh. den Beweis, dass die Gewichtszunahme bei Pflanzen nicht nur aus der Erde kommen kann; J. Priestley erkannte, dass Pflanzen bei ihrem Stoffwechsel Sauerstoff produzieren; R. Hooke entdeckte den zellulären Aufbau von Kork.

    Die erste Pflanzensystematik für Blütenpflanzen erstellte der schwedische Naturforscher C. von Linné im 18. Jh.

    Im 19. Jh. wies M. Schleiden nach, dass alle Pflanzenteile aus Zellen bestehen. Damit war die Grundlage für das Erkennen von Vorgängen der Genetik und Evolution gelegt. R. J. Camerarius konnte aufzeigen, wie die Fortpflanzung von Pflanzen funktioniert; G. Mendel entdeckte durch Kreuzungsversuche verschiedener Erbsensorten die Grundgesetze der Vererbung.

    KALENDERBLATT - 18. Juni

    1922 Der HSV und der 1. FC Nürnberg erkämpfen beim Finale der Deutschen Fußballmeisterschaft in Berlin ein Unentschieden – das Spiel endet 2:2.
    1974 Die nach acht Monaten israelischer Kriegsgefangenschaft heimkehrenden syrischen Soldaten, die im Jom-Kippur-Krieg gegen Israel gekämpft haben, werden in der syrischen Hauptstadt Damaskus von über 20 000 Menschen begrüßt.
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