Adam Philippe Graf von Custine

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    französischer General; * 4. Februar 1740, † 27. August 1793

    aus einem alten Adelsgeschlecht in Metz stammend, zeichnete sich im Siebenjährigen sowie im Amerikanischen Krieg aus. Nach Frankreich zurückgekehrt, wurde er zum Marchal de Camp und Gouverneur von Toulon ernannt, trat als Abgeordneter des lothringischen Adels 1789 in die Nationalversammlung und unterstützte hier die liberale Partei. 1791 zum Generalleutnant befördert, erhielt er 1792 ein Kommando am Oberrhein, bemächtigte sich der Stadt Landau und durchbrach die Linien von Weißenburg, eroberte dann Speyer, Worms, Mainz und Frankfurt, wurde aber von den Preußen und Hessen am 2. Dezember 1792 bei Frankfurt geschlagen. Nach mehreren unglücklichen Gefechten, namentlich am 6. Januar 1793 bei Hochheim, setzte er Mainz in Verteidigungszustand, wurde aber im Frühling von den Preußen nach Landau zurückgeworfen.

    Als Anhänger der Gironde auf die Anschuldigung Marats und Billaud-Varennes' vor den Wohlfahrtsausschuss nach Paris geladen, wurde er trotz seiner geschickten Verteidigung am 27. August 1793 zum Tode verurteilt und hingerichtet. Sein Wunsch, dass sein Sohn Renaud Philippe von Custine, geboren 1768, der, nachdem er Gesandter in Berlin gewesen war, seinem Vater als Adjutant zur Seite stand, seine Ehrenrettung durch Herausgabe seines Briefwechsels bewirke, blieb unerfüllt, da er bereits am 3. Januar 1794 dem Vater auf das Schafott folgte; doch veröffentlichte später Custines Adjutant, der General Baraguay d'Hilliers, Custines Papiere unter dem Titel: "Memoires posthumes du general français comte de Custine, rediges par un de ses aides de camp".


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