Édouard Manet

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    französischer Maler; * 23. Januar 1823 in Paris, † 30. April 1883 in Paris

    Schon als Kind erhielt Manet Zeichenunterricht; 1850 trat er in das Atelier des Historienmalers Thomas Couture ein, wo er bis 1856 arbeitete. Daneben besuchte er die Académie Suisse, an der er zahlreiche später bedeutende Maler kennen lernte. In den folgenden Jahren bereiste er Deutschland, Holland, Italien und 1865 Spanien.


    1856 eröffnete er in Paris sein eigenes Atelier. 1863 lehnte der Salon Manets eingereichte Bilder ab. Daraufhin stellte Manet im "Salon der Zurückgewiesenen" sein Gemälde "Frühstück im Freien" und 1865 die "Olympia" aus; beide erregten Stürme der Entrüstung. In den folgenden Jahren jedoch zog er sich von den Impressionisten wieder zurück und beteiligte sich an den konventionellen Ausstellungen des Pariser Salons.

    Manet ging in seiner Kunst auf die großen Spanier (Velázquez, Goya) und F. Hals zurück, wurde aber auch von den Realisten, besonders Courbet, beeinflusst. Er arbeitete mit großflächigen Gegensätzen von hellen und dunklen Partien. Von den 1860er Jahren an hellte sich seine Farbgebung immer mehr auf.

    Manets Einfluss auf die Impressionisten war groß; später wurde auch er seinerseits von den Impressionisten beeinflusst. Impressionist im engeren Sinne und Landschaftsmaler ist Manet jedoch nie gewesen: Er war stets Figurenmaler, wenn sich auch seine Palette im Sinne Monets veränderte.

    Werke (Auswahl)

    "Frühstück im Freien (1861, Paris, Louvre); "Olympia" (1863, Paris, Louvre); "Der Pfeifer" (1866, ebda.); "Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko" (1867, Mannheim, Kunsthalle); "Frühstück im Atelier" (1868, München, Neue Pinakothek); Bildnis Zola (1868, Paris, Louvre); "Der Balkon" (1869, Paris, Musée d'Orsay); "Monets schwimmendes Atelier" (1874, München, Neue Pinakothek); "Nana" (1877, Hamburg, Kunsthalle); "Bar in den Folies-Bergère" (1882, London, Courtauld Institute).

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