William Froude

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    englischer Techniker; * 28. November 1810, † 4. Mai 1879

    Froude war der Sohn eines Erzdiakons, wurde in der Westminster Schule erzogen und 1828 im Oviel College in Oxford immatrikuliert. Während seiner Ausbildungszeit beschäftigte er sich eingehend mit mathematischen Studien, auch für chemische und mechanische Arbeiten zeigte er ein lebhaftes Interesse.1833 trat er als Schüler in das Institut für Zivilingenieure ein und betätigte sich bei den Vermessungen für die Südostbahn. 1837 verband er sich mit Isambard K. Brunel und wurde bei dem Bau der Bristol-Exeter-Bahn mit der Herstellung der Linie zwischen dem Whiteball-Tunnel und Exeter beauftragt. Aus dieser Zeit stammen seine Arbeiten über die Verbindungskurve. 1844 wurde er mit der Vermessung der Wiltshire Somerset- und Weymouth-Eisenbahn betraut.

    Später siedelte er in die Nähe von Torquay über und befasste sich hier eingehend mit den auf Brunels Ersuchen schon 1856 begonnenen Arbeiten über den Schiffswiderstand im Wasser. Es gelang Froude, im Anschluss an die Arbeiten von Rankine eine höchst bemerkenswerte Theorie über den Gesamtwiderstand der Schiffe im Wasser aufzustellen und die Richtigkeit seiner an Modellen ermittelten Theorie durch Schleppversuche mit wirklichen Schiffen darzulegen. Er errichtete in Chelston Cross bei Torquay mit Unterstützung der englischen Admiralität ein Bassin für Modell-Schleppversuche von 85 m Länge. Froudes letztes Projekt war die Konstruktion eines Dynamometers, doch hat er dessen erfolgreiche Anwendung nicht mehr erlebt. Als er im Winter 1878 mit einem Kreuzer zum Kap der Guten Hoffnung eine Forschungsreise unternahm, erlag er der Ruhr.

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