Wildschwein

    Aus WISSEN-digital.de

    (Sus scrofa)

    Das Wildschwein ist in Wäldern und offenen Kulturlandschaften Europas und Asiens mit vier verschiedenen Unterarten beheimatet. Es besiedelt vor allem feuchte Wälder mit dichtem Unterholz.

    Die dämmerungsaktiven Tiere erreichen eine Länge von knapp zwei Metern und eine Schulterhöhe von etwa einem Meter; dabei können sie bis zu 200 Kilogramm schwer werden. Ihre Fellzeichnung schwankt zwischen grau, braun und schwarz; Wildschweine werden deshalb auch Schwarzwild genannt. Wildschweine zeichnen sich durch einen großen Kopf, die Männchen außerdem durch verstärkte Eckzähne (die so genannten Hauer) aus.

    Die Keiler (Männchen) sind grundsätzlich Einzelgänger, die Bachen (Weibchen) bilden Rotten zusammen mit den Frischlingen (Jungen). Die Paarung findet meist im Winter statt. Nach einer Tragzeit von knapp vier Monaten wirft die Bache bis zu 10 Frischlinge. Um vor Feinden geschützt zu sein, weisen die Frischlinge eine braune Längsstreifung auf, die jedoch nach kurzer Zeit verloren geht. Die Mutter säugt ihre Jungen noch etwa drei Monate.

    Sie ernähren sich von Knollen, Wurzeln, Nüssen und Insektenlarven, die sie im Waldboden finden. Auf der Nahrungssuche wühlen Wildschweine auch den Boden von Feldern auf und können dabei großen Schaden anrichten, weshalb sie in Deutschland fast das ganze Jahr über bejagt werden.

    Systematik

    Art aus der Familie der Altweltschweine (Suidae).

    Bekannte Unterarten:

    Berberschwein (Sus scrofa barbarus)

    Japanisches Wildschwein (Sus scrofa leucomystax)

    Kamm-Wildschwein (Sus scrofa christatus)

    Mitteleuropäisches Wildschwein (Sus scrofa scrofa)

    Sardisches Wildschwein (Sus scrofa meridionalis)

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