Weil-Krankheit

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    benannt nach dem Arzt Adolf Weil, 1848-1916. Eine Form der infektiösen Gelbsucht (Icterus infectiosus), die durch die Leptosira icterohämorrhagica verursacht wird. Ebenso wie andere Leptospirosen wird sie meist durch Nagetiere, besonders Ratten und Mäuse übertragen, die mit Kot und Urin das Wasser oder Erntefrüchte verunreinigen. Sie verläuft am schwersten von allen Leptospirosen, doch sind Todesfälle selten. Die Weil-Krankheit beginnt 8-10 Tage nach der Infektion mit hohem Fieber, das im Laufe von einer Woche wieder sinkt. Durch Organschädigungen besteht meist eine Gelbsucht, daneben auch Nierenschädigung mit Eiweiß- und Blutausscheidung sowie Nervenstörungen, Wadenschmerzen, gelegentlich auch Gehirnhautentzündungen und Bindehautentzündungen. Die Therapie erfolgt mit intravenös verabreichten Tetrazyklinen.

    Kalenderblatt - 15. Oktober

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    1894 Verhaftung des französischen jüdischen Hauptmanns Alfred Dreyfus unter Anklage des Hochverrats. Die Affäre um ihn führt zu schweren Erschütterungen der Dritten Republik.
    1923 Die deutsche Reichsregierung ergreift erste Maßnahmen zur Überwindung der Inflation, nachdem auf den Devisenbörsen ein Dollar vier Milliarden Mark kostet.