Wechsel

    Aus WISSEN-digital.de

    Ein Wechsel ist ein schuldrechtliches Wertpapier, das in zwei Formen auftritt:

    gezogener Wechsel (Tratte), worin eine Person (Aussteller) eine andere Person (Bezogener, Trassat) anweist, zu einem bestimmten Zeitpunkt (Verfall) eine bestimmte Summe an eine bestimmte Person (Wechselnehmer, Remittent) oder an dessen Order zu bezahlen.

    Eigenwechsel (Solawechsel), in dem der Aussteller verspricht, zu einem bestimmten Zeitpunkt (Verfall) die Wechselsumme an den Wechselnehmer oder dessen Order zu bezahlen. Der Wechsel ist wirtschaftlich ein Zahlungs- und Kreditmittel; kann zur Begleichung einer Schuld an Dritte indossiert (Indossament) oder zum Erhalt flüssigen Geldes vor Verfall verkauft (diskontiert) werden, wobei jedoch der Zwischenzins (Diskont) abgezogen wird.

    Wechselrecht

    Der gezogene Wechsel kann auf Sicht (Vorlegung zur Zahlung) fällig sein (Sichtwechsel) oder auf eine bestimmte Zeit nach Sicht (Nachsichtwechsel) oder nach Ausstellung (Datowechsel). Der Bezogene haftet erst bei Annahme (Akzept) des Wechsels. Für die Annahme und die Zahlung des Wechsels kann sich eine Person als Wechselbürge verpflichten (Wechselbürgschaft, Aval). Die Nichtannahme oder Nichtzahlung des Wechsels wird amtlich und urkundlich festgestellt, worauf der Wechselinhaber einen der Wechselverpflichteten (Aussteller, Akzeptant, Indossant, Wechselbürge) auf Zahlung der Wechselsumme samt Verzugszins, Kosten und Provision im schnellen Wechselprozess oder in der Wechselbetreibung belangen kann (Regress). Bei Wechselfälschung oder -verfälschung haften diejenigen, die nach der Fälschung ihre Unterschrift auf den Wechsel gesetzt haben. Das Wechselrecht ist international vereinheitlicht: Genfer Abkommen vom 7. Juni 1930.

    KALENDERBLATT - 28. Juni

    1902 Der so genannte Dreibund, ein Geheimabkommen zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und Italien, wird um fünf weitere Jahre verlängert. Das Abkommen hat im Kriegsfall entweder Bündnispflicht oder wohlwollende Neutralität zur Folge.
    1914 Der Erzherzog Franz Ferdinand, der Nachfolger des österreichischen Kaisers Franz Joseph und Oberbefehlshaber der Armee, wird vom serbischen Geheimbund "Die schwarze Hand" getötet. Dieses Ereignis wird zum Auslöser des Ersten Weltkrieges.
    1919 Die deutsche Delegation unterzeichnet den Versailler Vertrag. Da dieser Deutschland zum alleinverantwortlichen Schuldigen des Ersten Weltkrieges macht und Deutschland sehr harte Friedensbedingungen abverlangt, wird der Vertrag zum Bumerang für die Sieger: Der Vertrag ist mitverantwortlich für die Entwicklungen, die zum Zweiten Weltkrieg führen.



    Wer hat's gesagt?

    Worte von historischen Ausmaßen sind uns zwar meist zumindest vom Hören-Sagen bekannt - aber kennen Sie den Kontext?
    Jetzt quizzen!