Wüste

    Aus WISSEN-digital.de

    Als Wüste bezeichnet man eine Landschaft mit äußerst geringen Niederschlägen; in Wüsten gibt es wenig bis keine Vegetation. Die Niederschlagsmenge in Sandwüsten liegt meistens unter 200 mm im Jahr, während die Verdunstungsrate wesentlich höher liegt.


    Man unterscheidet Stein-, Fels-, Sand- und Salzwüste. Eine besondere Form der Wüste bildet die Eiswüste. In ihr gibt es zwar ausreichend Wasser (die Eiswüsten sind vollständig mit Eis bedeckt), auf Grund der niedrigen Temperaturen ist ein dauerhaftes Überleben für fast alle Pflanzen- und Tierarten hier jedoch nicht möglich. Nahezu ein Drittel der festen Erdoberfläche ist mit Wüsten bedeckt.

    Die meisten Wüsten der Erde liegen auf einem zusammenhängenden Band zwischen 20-30° Breite (Ausnahme: Eiswüsten). Man spricht hier auch von Wendekreiswüsten. Das Nachlassen des Passats in diesen Breiten ist ein Grund für die Wüstenbildung. Wüsten des nördlichen Wendekreises sind etwa die Sahara und die Wüste Gobi, Wüsten des südlichen Wendekreises sind zum Beispiel die Kalahari und die australischen Wüstengebiete. Zu den bekanntesten Sandwüsten zählt die Sahara.

    Es gibt auch Kies- und Geröllwüsten, Staub- oder Lehmwüsten. Salzwüsten sind die Danakil-Senke in Äthiopien, das Kaspische und das Tote Meer, während ganzjährig eis- und schneebedeckte Wüsten in Grönland und in der Antarktis zu finden sind. Kältewüsten findet man in Hochgebirgen, in denen der Wärmemangel das Pflanzenwachstum verhindert. Die zunehmende Ausbreitung der Wüstengebiete wird Desertifikation genannt.

    In Trockenwüsten (auch Heißwüsten genannt) können extreme Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht gemessen werden. Die Tagestemperaturen liegen bei bis zu 55 °C im Schatten, während nachts die Temperatur oft bis auf den Gefrierpunkt sinkt, da es keine Wolken gibt. Diese Temperatursprünge sind die Ursache für die Entstehung von Winden durch Wirbelbildung (häufig heftige, lang anhaltende Sandstürme), und es kommt zu einer extremen physikalischen Verwitterung. In Wüsten können deshalb nur speziell angepasste Tiere und Pflanzen (Kakteen) überleben, jedoch gibt es neben den Sukkulenten auch z.B. in Oasen Dattelpalmen.

    Es gibt seltene Niederschläge, die durch einen Wolkenbruch richtige Gewässer entstehen lassen, die sich dann z.B. in einem Wadi sammeln. Für den Menschen bieten Wüsten äußerst schwierige Lebensbedingungen, trotzdem ist es einigen Nomadenvölkern gelungen, sich auch diesen Verhältnissen anzupassen (z.B. den Tuareg in der Sahara). Durch den Fund von Bodenschätzen wie Erdöl und Uran sind die Wüsten für den Menschen aber wieder interessant geworden.

    Im Laufe der Zeit haben sich Wüsten immer mehr ausgebreitet. Meist steht menschliches Eingreifen und Einwirken damit in Zusammenhang, so z.B. durch Abholzung, Überweidung und Überbeanspruchung des Wasservorrates im Boden.

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