Verdauung

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    als Verdauung bezeichnet man die Umwandlung der Nahrungsbestandteile in eine Form, die im Zwischenstoffwechsel der Zellen verwertet werden kann.

    Um vom Blut transportiert werden zu können, müssen viele Stoffe zuerst wasserlöslich gemacht werden. Dies erreicht der Organismus entweder durch Zerkleinerung (Abbau) großer unlöslicher Moleküle in kleinere, oder durch Bindung unlöslicher Stoffe an Lösungsvermittler.

    Die Verdauung beginnt mit der möglichst feinen Zerkleinerung der Nahrung im Mund. Dabei wird die Nahrung auch mit Speichel durchmischt, der mit dem Abbau der Moleküle beginnt. Im Magen baut das Pepsin, welches nur in Gegenwart von 0,5 % Salzsäure wirksam ist, die Eiweißstoffe zu löslichen Peptomen ab. Diese werden im Dünndarm durch die Enzyme der Darmschleimhaut und der Bauchspeicheldrüse (Trypsin) weiter zu Peptiden und Aminosäuren zerlegt, wozu wieder die Salzsäure durch Soda neutralisiert wird.

    Die Amylase führt den Abbau der Zucker zu Ende und die Lipasen bauen Fette zu Fettsäuren und Glyzerin ab. Dies können sie aber nur, wenn die Fette durch die Gallensäuren als Lösungsvermittler im Wasser emulgiert worden sind. Große Mengen Fett gelangen auch unzerlegt als Emulsion ins Blut.

    Sobald Nahrung in den Zwölffingerdarm gelangt, regt sie die Ausschüttung von Sekretin ins Blut an, das die Bauchspeicheldrüse zur Abgabe ihres Saftes anregt. Im unteren Teil des Magens wird der Intrinisc Factor (Castle-Ferment) gebildet, ohne den kein Vitamin B 12 resorbiert werden kann. Nach der Magen-Darm-Verdauung werden von allen Teilen des Verdauungstraktes durch die Darmzotten, die sich in ständiger Pumpbewegung befinden und in den Speisesaft tauchen, die löslichen Bestandteile aufgenommen und ans Blut weitergegeben.

    Der Dickdarm entzieht dem restlichen Darminhalt das meiste der Flüssigkeit. Findet man Fleischfasern, Zellulosestückchen und andere Nahrungsreste im Kot, so ist das ein Zeichen gestörter Verdauung. Die meisten Verdauungsstörungen, die Beschwerden machen, wie Blähungen, Verstopfung oder Durchfall, entstehen im Dickdarm, also nach Abschluss der eigentlichen Verdauung.


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