Tunesien: Das Urlaubsland mit vielen Gesichtern

    Aus WISSEN-digital.de

    Datei:0522000.jpg
    Aquädukt in Tunesien

    Einst galt Tunesien als beliebtes Reiseziel der Deutschen, die dem grauen Alltag im eigenen Land entfliehen wollten. Doch dann begann Ende 2010 der so genannte arabische Frühling. Er entstand aus der Unzufriedenheit der Bürger arabischer Länder mit den vorherrschenden Regimes der Regierungen. Proteste, Aufmärsche und auch so mancher Märtyrer prägten den arabischen Frühling, der in Tunesien selbst auch als Jasminrevolution bezeichnet wird. Am 17. Dezember 2010 verbrannte sich der Gemüsehändler Mohamed Bouazizi selbst. Diese Nachricht verbreitete sich in der Bevölkerung rasch und führte ab Ende 2010 zu massiven Unruhen unter den Bürgern.

    Es gelang schließlich, das bisherige Staatsoberhaupt Zine el-Abidine Ben Ali aus dem Land zu vertreiben, und zwar am 14.01.2011. Nur drei Tage später gründete der Ministerpräsident Mohamed Ghannoucchi eine Übergangsregierung. Bereits am 27.02.2011 musste Gannoucchi allerdings zurücktreten, weil die Bevölkerung weiterhin massiven Widerstand leistete.

    Viele Bürgerkriege in den arabischen Ländern

    In vielen arabischen Ländern kam es im Zuge des arabischen Frühlings zu Bürgerkriegen, was die Angst der Touristen, diese Länder zu bereisen, schürte. Warnungen wurden herausgegeben, diese Länder vorläufig nicht zu besuchen. Zumindest in Tunesien hat sich die politische Lage mittlerweile jedoch entspannt und umso wichtiger ist es für das Land, wieder mehr Touristen anzulocken.

    Diese können die Wirtschaft stärken und beim erneuten Aufbau Tunesiens hilfreich sein. Dafür hat sich das Land darauf besonnen, dass Tunesien eben nicht nur Strände zu bieten hat, sondern auch zahlreiche Weltkulturerbe-Stätten der UNESCO, wie etwa den Nationalpark Ichkeul oder die Medina von Tunis, um nur einige zu nennen. Mit diesen kulturellen Highlights sollen jetzt auch Touristen nach Tunesien gelockt werden, die bisher eher wenig von dem Land hielten, weil sie eben nicht nur auf den reinen Strandurlaub aus waren.

    Kulturelle Reisen in Tunesien

    Mittlerweile werden neben den reinen Sonne, Strand und Meer-Reisen also auch kulturelle Reisen durch Tunesien angeboten. So können Urlauber unter anderem die Einheimischen und deren Leben kennen lernen, aber genauso bedeutende Orte der Geschichte, wie etwa das Kolosseum von El Jem kennen lernen oder die Ruinen der antiken Stadt Dougga. Beide gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO und sollen künftig mehr Besucher anlocken.

    Natürlich gibt es auch weiterhin die klassischen Angebote in Tunesien, in allen Preislagen. Die Meinungen anderer Urlauber vorher zu erfahren, lohnt sich auf jeden Fall. Dennoch sollten sich Touristen darüber im Klaren sein, dass sie sich in Tunesien auf eine völlig andere Kultur einstellen müssen, die fernab der eigenen Kultur liegt.

    KALENDERBLATT - 26. Juni

    1945 Die Charta der Vereinten Nationen (UNO) und das Statut für einen Internationalen Gerichtshof wird verkündet.
    1948 Die Luftbrücke nach Westberlin wird eröffnet, um die von den Sowjets eingeschlossene Stadt aus der Luft mit Nahrungsmittel zu versorgen. Sie dauert bis zum 16. April 1949.
    1963 Der amerikanische Präsident John F. Kennedy besucht Berlin und hält seine berühmt gewordene Rede, die er mit dem Satz: "Ich bin ein Berliner!" beendet.



    Das große Tier-Quiz

    Etwa eine Trillion Tierarten gibt es. Sie kennen nicht alle? Macht nichts, vielleicht knacken Sie auch so den Highscore ...
    Jetzt quizzen!