Tokio

    Aus WISSEN-digital.de

    japanisch "Osthauptstadt"; auch: Tokyo; früher: Edo;

    Hauptstadt Japans, im Osten der Insel Honschu. Tokio hat einschließlich der Vororte 11,85 Millionen Einwohner. Es gibt verschiedene Universitäten, Museen und Bibliotheken. An Industrie sind z.B. die Maschinen-, die Seiden-, die Baumwoll-, die Porzellan-, die chemische, die Papier- und die Lederindustrie vertreten.


    Das große U-Bahn-Netz ermöglicht es täglich, Millionen von Menschen zu ihrer Arbeitsstelle und zurück zu bringen. 1964 fanden in der japanischen Hauptstadt die Olympischen Sommerspiele statt.

    Kunst und Kultur

    Im Zentrum der Altstadt Tokios liegt der abgegrenzte Kaiserpalast. Der Tokio-Tower dient als Fernsehturm. In Tokio gibt es zahlreiche Tempel und Theater. Viele Theater spielen noch die traditionellen japanischen Theaterstücke (Kabuki). Besonders sehenswert ist der Meiji-Schrein, der zum Andenken an den bis 1912 regierenden Kaiser Meiji errichtet wurde.

    Im Nationalmuseum Tokio, das 1872 gegründet wurde, findet sich die größte Sammlung japanischer Kunst. Es sind nur wenige ältere historische Gebäude erhalten geblieben, weil große Teile Tokios durch Brände und Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstört worden sind. Heute beherrschen moderne Gebäude das Stadtbild.

    Geschichte

    Tokio hieß ursprünglich Edo (auch Jedo, Jeddo oder Toto genannt, was "Flusstor" oder "Turmpforte" bedeutet). Seit dem 11. Jh. ist Edo als kleine Burgsiedlung nachweisbar. Im japanischen Mittelalter, das bis zur Mitte des 19. Jh.s reichte, wurde Edo durch Ieyasu Tokugawa zum Sitz der Tokugawa-Shogune. Seit 1869, nach dem Ende des Tokugawa-Shogunats, war die Stadt Residenz des Kaisers und Reichshauptstadt.

    1703 und 1923 wurde Tokio durch schwere Erdbeben fast völlig, im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe stark zerstört.

    KALENDERBLATT - 28. Juni

    1902 Der so genannte Dreibund, ein Geheimabkommen zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und Italien, wird um fünf weitere Jahre verlängert. Das Abkommen hat im Kriegsfall entweder Bündnispflicht oder wohlwollende Neutralität zur Folge.
    1914 Der Erzherzog Franz Ferdinand, der Nachfolger des österreichischen Kaisers Franz Joseph und Oberbefehlshaber der Armee, wird vom serbischen Geheimbund "Die schwarze Hand" getötet. Dieses Ereignis wird zum Auslöser des Ersten Weltkrieges.
    1919 Die deutsche Delegation unterzeichnet den Versailler Vertrag. Da dieser Deutschland zum alleinverantwortlichen Schuldigen des Ersten Weltkrieges macht und Deutschland sehr harte Friedensbedingungen abverlangt, wird der Vertrag zum Bumerang für die Sieger: Der Vertrag ist mitverantwortlich für die Entwicklungen, die zum Zweiten Weltkrieg führen.



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