Taoismus

    Aus WISSEN-digital.de

    philosophische und religiöse Lehre in China.

    Philosophischer Taoismus: von Laotse u.a. begründet, im 4. bis 3. Jh. v.Chr. entstanden, im Vordergrund steht die Spekulation über den Welturgrund (Tao).

    Religiöser Taoismus: erstrebte Lebensverlängerung und Unsterblichkeit durch Meditation, Diätetik, Gymnastik und sexuelle Praktiken; hatte bereits im 7. Jh. seinen Höhepunkt überschritten und hat mit der bis heute in China fortlebenden Religion, dem Vulgärtaoismus, nur noch wenig gemeinsam.

    Im grundlegenden Unterschied zum Konfuzianismus richtet sich der Taoismus mehr auf den einzelnen Menschen. Sein richtungweisender Vertreter Laotse, der wie Konfuzius im 6. vorchristlichen Jahrhundert wirkte, formulierte die Auffassung vom Tao als einer das Weltgeschehen lenkenden Substanz und Energie sowie die Sorge um das persönliche Heil im Gegensatz zu der Hingabe an Staat und gesellschaftlichen Pflichtenkreis. Das Jenseits wird im Taoismus in das Innere des menschliche Körpers verlegt, in dessen einzelnen Gliedern man sich unsichtbare himmlische Welten vorstellt, ein erster Schritt zu den vom Taoismus anempfohlenen, komplizierten Übungen zur Erlangung der Unsterblichkeit.

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