Stijl, De

    Aus WISSEN-digital.de

    (niederländisch)

    1917 in den Niederlanden begründete Künstlergruppe von Piet Mondrian und Theo van Doesburg. Zu der Künstlergruppe gehörten weiterhin die Maler Bart van der Leck, Vilmos Huszár, die Architekten J.J.P. Oud, Gerrit Rietveld und Jan Wils sowie der Dichter Antonie Kok.

    Der „Stijl“ (Stil) bildete das Pendant zum russischen Konstruktivismus, allerdings ohne dessen politische und soziale Ausrichtung. Er war jedoch ebenso universalistisch und trat in schöpferische Korrespondenz mit der Unendlichkeit. Die Grundlage dafür bildete die Lehre von der mathematischen Struktur des Universums, ausgearbeitet von dem holländischen Theosophen Schoenmaekers. Der Ausgangspunkt des „Stijl“ war der Versuch, die göttlich geordnete Welt durch ein System geometrischer Linien erfahrbar zu machen. Jede Naturwiedergabe wurde von den Vertretern des „Stijl“ abgelehnt.

    Hauptbestandteile der Stijl-Gemälde sind elementare Ausdrucksmittel: Vertikale und Horizontale, Quadrat, Rechteck, die Primärfarben Rot, Gelb und Blau sowie Schwarz, Weiß und Grau. Proportion und Gleichgewicht werden nicht nur optisch-sinnliche, sondern auch geistig-ethische Qualitäten beigemessen.

    Der führende Vertreter der neuen Bewegung wurde Piet Mondrian, der vom synthetischen Kubismus ausging. Er nannte die Stijl-Malerei auch „Neoplastizismus“.

    Zum führenden Theoretiker der Gruppe entwickelte sich Theo van Doesburg. Wie Mondrian war er von hohen Idealen wie absoluter Reinheit, Harmonie und Einfachheit inspiriert. Unter seiner Leitung erschien von 1917 bis 1932 die programmatische Monatsschrift „De Stijl“. Die erste Ausgabe forderte ein neues Zeitbewusstsein, das „auf das Universelle“ gerichtet sein sollte.

    Die Stijl-Bewegung übte eine bedeutende Wirkung auf die Entwicklung der modernen Kunst aus. Insbesondere die deutsche Bauhaus-Bewegung übernahm viele Impulse.

    KALENDERBLATT - 18. Juli

    1922 Der Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz, das unter dem Eindruck der Ermordung von Außenminister Walther Rathenau ausgearbeitet wurde und dem Schutz der demokratischen Staatsform vor politischem Extremismus dienen soll. Es ist zunächst auf fünf Jahre befristet, wird aber 1927 noch einmal um zwei Jahre verlängert.
    1930 Der Reichskanzler Heinrich Brüning löst den Reichstag auf, nachdem die von der Regierung mit Notverordnungsrecht angeordneten Steuererhöhungen von den Abgeordneten abgelehnt wurden.
    1949 Gründung der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK).



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