Sir Walter Scott

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    schottischer Schriftsteller; * 15. August 1771 in Edinburgh, † 21. September 1832 in Abbotsford

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    Sir Walter Scott

    Walter Scott war ein außerordentlich erfolgreicher Schriftsteller: Er wurde geadelt, war Sheriff der Grafschaft Clerk und konnte sich in der Nähe der romantischen Abteiruine Melrose das Prachtschloss Abbotsford erbauen. Erst ein paar Jahre vor seinem Tod geriet Scott in finanzielle Probleme. Er war Teilhaber des Verlags geworden, der seine Werke herausbrachte; das Unternehmen war aber der allgemeinen Wirtschaftskrise des Jahres 1826 nicht gewachsen. Scott lehnte einen Vergleich mit den Gläubigern ab und schrieb in äußerster Konzentration noch eine Reihe von Romanen, um seine Schulden abzutragen. Er starb, bevor er dieses Ziel erreicht hatte.

    Scott übertrug Gottfried August Bürgers "Leonore" und den "Wilden Jäger" ins Englische und gab drei Bände schottischer Volksballaden heraus, die zu den schönsten der Weltliteratur gehören. Danach blieb er endgültig bei der geschichtlichen Erzählung in Vers und Prosa. Willibald Alexis übersetzte seine "Lady of the Lake" (ein Versepos von 1810) ins Deutsche. Vor allem durch diesen Roman wurde Scott sehr bald weltberühmt. Goethe pries die "Klugheit der Anordnung, die Einsicht, die historische Wahrheitstreue" in Scotts Roman "Kenilworth"; er war von seiner Schöpferfülle höchst beeindruckt. Walter Scott gilt als Begründer des historischen Romans.

    Hauptwerke: "Waverley" (1914), "Rob Roy" (1818), "Ivanhoe" (1820), "Kenilworth" (1821).

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