Siebenten-Tags-Adventisten

    Aus WISSEN-digital.de

    (von lateinisch: adventus, "Ankunft")

    Die protestantische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten versteht sich selbst als reformatorische Endzeitgemeinde. Sie vertritt die Grundstrukturen der reformatorischen Erkenntnisse. Die Bibel ist für die Religionsgemeinschaft das geschriebene Wort Gottes. Allerdings gibt es auch einige Sonderlehren (z.B. Festhalten am Sabbat, Heiligtumslehre). Es werden heute keine ausdrücklichen Endzeitprophetien mehr gegeben; die Siebenten-Tags-Adventisten halten dennoch stark am Glauben der baldigen Wiederkunft Christi fest. Sie lehnen den Genuss von Alkohol und Tabak ab und praktizieren die Erwachsenentaufe.

    Der Hauptsitz dieser Religionsgemeinschaft befindet sich in Silver Spring, Maryland.

    Geschichte

    Die Religionsgemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten geht im weitesten Sinne auf die 1931 von William Miller (1782-1849) in Nordamerika initiierte, überkonfessionale "Millerbewegung" zurück. Miller verkündete die Wiederkunft Christ, die im Jahr 1844 stattfinden sollte. Später wurden die Daten mehrmals korrigiert. Die Anhängerschaft spaltete sich schließlich in mehrere Gruppen auf, von denen die bedeutendste die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten ist (gegründet 1863 von Ellen G. White, 1827-1915). 1874 begann die Mission in Europa; 1889 wurde das Theologische Seminar in Friedensau bei Magdeburg gegründet.

    Heute gibt es weltweit rund 13 Millionen Adventisten; in Deutschland blieb die Zahl im letzten Jahrzehnt stabil bei etwa 35 000.

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