Semperoper

    Aus WISSEN-digital.de

    Opernhaus der Sächsischen Staatsoper Dresden

    Geschichte

    Der erste Bau

    Im Jahre 1834 entschloss sich der sächsische König Friedrich August II. zum Bau eines neuen Hoftheaters, mit dem Ziel, Dresden weltweit als Kulturstaat zu etablieren. Nach jahrelanger Diskussion beauftragte Friedrich August 1838 schließlich den deutschen Baumeister Gottfried Semper mit der Realisierung des Projektes. Semper plante zunächst ein "Dresdner Forum", das sowohl ein Theater als auch einen Garten und eine Gemäldegalerie enthalten sollte. Am 13. April 1841 wurde der Erstbau der Semperoper, der dem Vorbild der Bauwerke der italienischen Renaissance folgte, schließlich mit Carl Maria von Webers »Jubelouvertüre« und Johann Wolfgang von Goethes »Torquato Tasso« eröffnet. Jedoch wurde das Gebäude am 21. September 1869, nur circa 28 Jahre nach seiner Einweihung, fast vollständig von einem Brand zerstört.

    Der zweite Bau

    Nur zwei Jahre nach dem verheerendem Brand wurde mit dem Bau eines zweiten Hoftheaters begonnen. Wieder entwarf Gottfried Semper das Gebäude, jedoch von Zürich aus, da er aufgrund seiner Beteiligung am Dresdner Maiaufstand keinen sächsischen Boden betreten durfte. Die Leitung des Baus, der sich über 7 Jahre (1871 – 1878) erstreckte, übernahm sein ältester Sohn Manfred Semper. Das neu erbaute Theater wurde am 2. Februar 1878 mit Johann Wolfgang von Goethes »Iphigenie auf Tauris« und wiederum mit Carl Maria von Webers »Jubelouvertüre« eröffnet. 66 Jahre später wurden alle Aufführungen im Staatstheater aufgrund der Ausrufung des totalen Krieges eingestellt. Schließlich fielen die prachtvolle Innenarchitektur des Gebäudes, sowie die kunstvollen Skulpturen von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, William Shakespeare, Sophokles, Molière und Euripides allesamt in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 dem Luftangriff auf Dresden zum Opfer.

    Der dritte Bau – die heutige Semperoper

    Lange Zeit nach dem 2. Weltkrieg, am 24. Juni 1977, wurde mit dem Wiederaufbau der Semperoper begonnen - diesmal unter der Leitung des deutschen Architekten Wolfgang Hänsch. Es handelte sich jedoch, bis auf einige kleine Veränderungen, um einen relativ exakten Wiederaufbau der alten Semperoper. 1984 konnte schließlich der Spielbetrieb im Semperhaus wieder aufgenommen werden. Heute werden in der Semperoper vorwiegend deutsche und italienische Opern aufgeführt, jedoch bemüht sich das Opernhaus mit Hilfe von Titeln aus weiten Teilen Europas und auch aus Amerika darum, seinem internationalen Publikum ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. Hierbei werden auch die Zuschauer von morgen nicht vernachlässigt: Seit geraumer Zeit präsentiert das Opernhaus die Sparte „Junge Szene“, um auch die Jugend von der Opernkunst zu begeistern.


    Architektur

    Ganz allgemein folgt die Architektur der Semperoper dem Vorbild der italienischen Renaissance. Die prachtvolle Gestaltung der Räume und die außergewöhnliche Fassade sollten den Geist des Humanismus zum Ausdruck bringen. Insgesamt umfasst die Semperoper ca. 1.300 Sitzplätze im Zuschauerraum. Außerdem erhalten alle Räumlichkeiten der Oper durch zahlreiche Gemälde und Stuckarbeiten eine festliche Atmosphäre.

    An der Fassade thronen sechs Skulpturen bedeutender Literaten: Am Eingang sind es die der deutschen Dichter Schiller und Goethe, auf der linken Seite die Abbilder Shakespeares und Sophokles’ und zur Rechten die Skulpturen von Molière und Euripides. Weitaus höher als diese Skulpturen prangt die berühmte Panther-Quadriga über dem Eingangsportal.

    KALENDERBLATT - 6. März

    1521 Martin Luther wird von Kaiser Karl V. vor den Wormser Reichstag geladen.
    1853 Uraufführung der Oper "La Traviata" von Giuseppe Verdi.
    1951 Die Regierung der USA, Frankreichs und Großbritanniens revidieren den Besatzungsstatus der Bundesrepublik, indem sie ihr ein Recht auf ein eigenes Außenministerium und auf internationale diplomatische Beziehungen erteilen.



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