Selektion

    Aus WISSEN-digital.de

    auch: Auslese;

    Begriff der Abstammungslehre; von Charles Darwin (1809 bis 1882) erkannter Wirkungsfaktor der biologischen Evolution, der neben der Mutation hauptsächlich für die Entstehung der Arten verantwortlich ist. Die Selektion kann durch Änderung der ökologischen Verhältnisse erfolgen (Ökologie: Beziehungen der Lebewesen untereinander). Es werden immer die Phänotypen (Phänogenetik, Phänotyp) mit der größten Wahrscheinlichkeit über Generationen hin erhalten bleiben, deren Genotyp (Erbbild) am meisten dem erforderlichen Ökotyp (Typ, durch die Umwelt geformt) entspricht. Man unterscheidet die extraspezifische Selektion (Ausmerzung ungeeigneter und schwacher Lebewesen als Faktor der Artenbildung) und die intraspezifische Selektion (Ausmerzung durch Konkurrenz der Tiere innerhalb einer Art). Die Selektion kann auch ein verschieden schnelles Zugrundegehen (Lebensauslese) der Individuen bewirken oder durch bevorzugte Merkmalsträger bei der Gattenwahl zustande kommen (Geschlechtsauslese). Die Änderungsgeschwindigkeit der genetischen Substanz einer Bevölkerung ist abhängig vom "Selektionsdruck" durch die sich wandelnde Umwelt, von der Nachkommenzahl und der Geschwindigkeit der Generationsfolge.

    KALENDERBLATT - 17. Mai

    1885 Kaiser Wilhelm I. verleiht der Neu-Guinea-Compagnie einen Schutzbrief für die Gebiete Neu-Guineas, die als "herrenloses Land" somit unter deutscher Oberhoheit stehen.
    1892 Uraufführung der Oper "Bajazzo" von Leoncavallo.
    1943 Britische Bomber zerstören die Staumauer des Möhnsees und verursachen damit eine Wasserlawine, der mehr als 1 100 Menschen zum Opfer fallen.



    Wer hat's gesagt?

    Worte von historischen Ausmaßen sind uns zwar meist zumindest vom Hören-Sagen bekannt - aber kennen Sie den Kontext?
    Jetzt quizzen!