Seeotter

    Aus WISSEN-digital.de

    (Enhydra lutris)

    auch: Meerotter;

    Verbreitungsgebiet

    Der Seeotter ist heute nur noch in einzelnen Kolonien auf den Kurilen, Aleuten und an der Westküste Nordamerikas verbreitet.

    Körperbau

    Das ideal ans Wasserleben angepasste Landraubtier erreicht eine Kopf-Rumpflänge von bis zu 130 Zentimeter und ein Gewicht von etwa 30 Kilogramm.

    Der Körper des Seeotters ist rund, der Kopf ist kurz und breit und scheint nahtlos in den Hals überzugehen. Sein Schwanz ist flach und erinnert an den eines Bibers. Seine Augen und Ohren sind sehr klein. An den Händen haben sich eine Art Schwimmhäute gebildet und die Hinterbeine des Seeotters erinnern an Schwimmflossen. Das dichte Fell des Otters wirkt wasserabweisend und ist schwarz oder rötlich.

    Lebensweise und Fortpflanzung

    Seeotter leben in kleinen Familienverbänden zusammen und die Eltern kümmern sich rührend um ihre Kinder.

    Auch die Nahrungsgewohnheiten des Seeotters sind ideal dem Wasserleben angepasst. Er ernährt sich hauptsächlich von Meereskrustentieren und im Gegensatz zu den meisten Raubtieren ist der Seeotter fähig, Werkzeuge zu benutzen. Er knackt Muscheln und ähnliches, indem er sich auf den Rücken legt, die Muschel auf seinen Bauch legt und mit einem Stein so lange auf die Kruste schlägt, bis sie zerbricht.

    Etwa alle zwei Jahre wirft das Weibchen jeweils nur ein Junges, das bis zu zwei Jahre bei der Mutter bleibt und von beiden Elternteilen versorgt wird.

    Systematik

    Einzige Art aus der Gattung Enhydra, die zur Unterfamilie der Otter (Lutrinae) zählt.

    Kalenderblatt - 15. Oktober

    1815 Ankunft Napoleons I. am Ort seiner zweiten und endgültigen Verbannung, der Insel St. Helena im mittleren Atlantik.
    1894 Verhaftung des französischen jüdischen Hauptmanns Alfred Dreyfus unter Anklage des Hochverrats. Die Affäre um ihn führt zu schweren Erschütterungen der Dritten Republik.
    1923 Die deutsche Reichsregierung ergreift erste Maßnahmen zur Überwindung der Inflation, nachdem auf den Devisenbörsen ein Dollar vier Milliarden Mark kostet.