Schacht (Bergbau)

    Aus WISSEN-digital.de

    allgemein ein mit steilen und hohen Wänden umgebener, enger Raum.

    Im Bergbau ein seiger (senkrecht) oder tonnlägig (schräg) angelegter Grubenbau von im Verhältnis zur Länge kleinem Querschnitt. Ein seigerer Schacht (Richtschacht) steht überwiegend im Nebengestein, während der tonnlägige Schacht innerhalb der Lager verlaufen kann. Ein Tagesschacht geht von über Tage aus und verbindet die Erdoberfläche mit der Lagerstätte. Ein Blindschacht verläuft mehrere Sohlen unter Tage, erreicht also die Tagesoberfläche nicht. Der Hauptschacht wird ständig zum Ein- und Ausfahren der Bergleute, zur Förderung, zum Ein- und Ausziehen der Wetter und zum Abführen der Grubenwässer benutzt.

    Der Schachtquerschnitt (Schachtscheibe) ist im Allgemeinen rund, seltener rechteckig oder oval. Ein runder oder ovaler Schacht widersteht dem Gebirgsdruck am besten; er ist durch Einstriche in verschiedene Abteilungen (Trume) unterteilt. Im Fördertrum bewegen sich die Fördergestelle bzw. -gefäße auf und ab; der Fahr- oder Fahrtentrum ermöglicht Noteinstieg und -ausstieg auf Fahrten (Leitern); die Rohre für die Wasserhaltung sowie für die Zufuhr von Druckluft und Versatzgut und die elektrischen Hauptleitungen liegen im Kabeltrum; der Wettertrum dient der Wetterführung.

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