Sage

    Aus WISSEN-digital.de

    Unter einer Sage versteht man die ursprünglich mündlich überlieferte Form der Erzählung, die teilweise fantastische und wunderbare Elemente enthält, im Gegensatz zum Märchen aber an historische Begebenheiten, Personen oder bestimmte Örtlichkeiten anknüpft. Die Sage gehört zu den epischen Gattungen.

    Sagen werden nach verschiedenen Gesichtspunkten unterteilt. Generell geht man von vier Hauptgattungen aus. Von der Volkssage, als dem Grundtypus der Sage, werden Heldensage, Göttersage und Saga unterschieden. Daneben werden Sagen nach inhaltlichen und formalen Aspekten eingeteilt. Eine interessante Form der Sage ist die so genannte ätiologische Sage: unter ätiologischen Sagen versteht man Geschichten, die entstanden sind, um einen Namen (z.B. den Namen eines Schwertes) zu erklären.

    In der Antike waren Sagen ein wesentlicher Teil der Kultur. Die antiken Sagen handelten vor allem von Göttern und Halbgöttern (Göttersagen). Berühmt waren die Sagen über Herkules oder über Jason und das Goldene Vlies. Daneben existierten viele andere Sagen.

    Im Mittelalter gab es mehrere berühmte Sagenkreise. Unter Sagenkreis versteht man eine Reihe von eigenständigen Sagen, die ein gemeinsames Bezugselement haben. Zumeist ist dieses Bezugselement eine Heldenfigur. Die wichtigsten Sagenkreise des Mittelalters waren die Sagen über Dietrich von Bern (damit ist der Ostgotenkönig Theoderich gemeint) und der Sagenkreis um Siegfried und die Burgunder (Nibelungensage).

    Die mittelalterlichen Sagen sind zum Teil erst spät schriftlich festgehalten worden. Eines der ältesten erhaltenen deutschsprachigen Zeugnisse für den Sagenkreis um Dietrich von Bern ist das althochdeutsche Hildebrandslied. Ansonsten begann die Aufzeichnung von Sagen erst im ausgehenden 12. Jh., z.T. in Form einer ausgeprägten künstlerischen Überarbeitung. Eines der frühesten und bedeutendsten Zeugnisse für diese künstlerische Gestaltung von Sagenstoffen ist das Nibelungenlied, das uns in mehreren Variationen überliefert wurde. Von außergewöhnlicher Bedeutung für die Überlieferung der nordischen Sagen sind die so genannte Lieder-Edda und die Edda des Snorri Sturluson (siehe Edda).

    Erst im 19. Jh. begann eine systematische Aufzeichnung der Sagen. Berühmt sind die "Deutschen Sagen", die von den Brüdern Grimm (Jacob und Wilhelm) gesammelt wurden. Gustav Schwab stellte die klassischen Sagen der Antike zusammen. In dieser Zeit begann man auch mit der Edition der erhaltenen mittelhochdeutschen Sagendichtungen.

    KALENDERBLATT - 20. Juli

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