Säulenordnung

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    Säule, ionisch

    Als Säulenordnung bezeichnet man das System der Gliederung, Proportionierung und Ausschmückung eines Bauwerkes, entsprechend den Formen, dem Charakter und den Proportionsverhältnissen der dabei verwendeten Säulen. Ursprünglich war die Säule nur tektonisch gedacht; in der neueren Zeit findet sie aber oft auch rein dekorative Verwendung.

    Das Gliederungssystem setzt sich aus drei Teilen zusammen: Der Sockel bildet die Grundlage. Die Säule (mit Basis, Schaft und Kapitell) bildet das tragende Element; darauf liegt das Gebälk auf, bestehend aus Architrav, Fries und Gesims.

    Die griechische Baukunst kennt vier Säulenordnungen:

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    Concordiatempel(um 430 v.Chr.)

    dorische Ordnung: Die ältesten Beispiele datieren um das Jahr 625 v.Chr. Die dorische Säule besitzt einen kannelierten Schaft ohne Basis, der sich nach oben verjüngt (Entasis), ein wulstförmig abgeschrägtes Kapitell und eine einfache quadratische Deckplatte.

    Man vermutet die Ursprünge der dorischen Säule in der mykenischen Säule, die durch Einflüsse des Holzbaues abgeändert wurde. ionische Ordnung: Sie wurde vermutlich aus dem äolischen Volutenkapitell entwickelt, seit ungefähr 570 v.Chr. nachweisbar. Das ionische Kapitell besteht aus zwei großen, nach den Seiten ausladenden Voluten, der Säulenschaft hat Kanneluren mit Stegen. Wegen der schlankeren Proportionen wurde die ionische Ordnung zunächst im Innenbau eingesetzt. korinthische Ordnung: Sie entstand erst um 400 v.Chr. (Kallimachos); das Kapitell mit seinen Reihen von Akanthusblättern ist dekorativer als die früheren Formen. In der römischen Kunst erfuhr das korinthische Kapitell verschiedene Umbildungen: Aus ionischen und korinthischen Elementen zusammengestellte Kapitelle nennt man Kompositkapitelle (römische Ordnung). toskanische Ordnung: Diese Abart der dorischen Säule wurde von der römischen Kunst entwickelt. Sie unterscheidet sich von der dorischen Säule durch die Basis und das Fehlen von Kanneluren. Die Architekturtheorie der Renaissance griff die durch Vitruv überlieferten Konventionen im Gebrauch der Säulen auf und verallgemeinerte sie für den gesamten Bereich der von ihr behandelten Bauaufgaben.

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