Rudolf Kassner

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    österreichischer Philosoph; * 11. September 1873 in Groß-Pawlowitz, Mähren, † 1. April 1959 in Siders, Wallis

    Sohn eines Gutsbesitzers in Mähren und siebtes von zehn Kindern; Studium der Nationalökonomie, Geschichte und Philosophie in Wien und Berlin und Promotion. Zahlreiche Auslandsaufenthalte, Reisen unter anderem nach Russland und Indien. Kontakte zu Rainer Maria Rilke, Paul Valéry oder Frank Wedekind. 1938 Schreibverbot durch die Nationalsozialisten.

    Kassner verfasste vor allem Essays, Gleichnisse und Aphorismen, die sich während seiner Schaffenszeit von der ästetizistischen zu physiognomischen Weltdeutung entwickelten. Seine Physiognomik basiert auf der Annahme, dass die Moderne eine Entfremdung des Menschen von sich selbst darstellt und entsprechende Zeichen in den Gesichtern hinterlässt.

    Kassner erhielt 1953 den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur und 1955 den Schiller-Gedächtnispreis.

    Hauptwerke: "Die Mystik, die Künstler und das Leben", "Der goldene Drache", "Buch der Erinnerung".

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