Romulo Betancourt

    Aus WISSEN-digital.de

    venezolanischer Politiker; * 22. Februar 1908 in Guatire bei Caracas, † 28. September 1981 in New York

    Als Student demonstrierte Betancourt mit linksliberalen Kommilitonen gegen die Militärdiktatur in seinem Land. Deshalb musste er lange Zeit ins Exil gehen. 1945 wurde er selbst an der Spitze einer Revolutionsjunta provisorischer Präsident seines Heimatlandes. Er strebte Demokratisierung und soziale Reformen an. Betancourts Partei, die Accion Democratica, gewann zwar die Wahl von 1948, die Regierung wurde aber von Militärs gestürzt. Betancourt ging wieder ins Exil, bis der Diktator Jimenez gestürzt und neue Wahlen ausgeschrieben wurden. Ende 1959 kehrte Betancourt in sein Heimatland zurück, kandidierte für das Präsidentenamt und siegte. Wie die Verfassung Venezuelas es vorschrieb, trat er nach fünfjähriger Amtszeit zurück und ging wieder ins Ausland. Diesmal ohne Zwang, er wollte, dass sein Nachfolger seine eigene Politik unbeeinflusst entwickeln konnte.

    KALENDERBLATT - 18. Juli

    1922 Der Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz, das unter dem Eindruck der Ermordung von Außenminister Walther Rathenau ausgearbeitet wurde und dem Schutz der demokratischen Staatsform vor politischem Extremismus dienen soll. Es ist zunächst auf fünf Jahre befristet, wird aber 1927 noch einmal um zwei Jahre verlängert.
    1930 Der Reichskanzler Heinrich Brüning löst den Reichstag auf, nachdem die von der Regierung mit Notverordnungsrecht angeordneten Steuererhöhungen von den Abgeordneten abgelehnt wurden.
    1949 Gründung der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK).



    Wer hat's gesagt?

    Worte von historischen Ausmaßen sind uns zwar meist zumindest vom Hören-Sagen bekannt - aber kennen Sie den Kontext?
    Jetzt quizzen!