Richard Jaeger

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    deutscher Poltiker; * 16. Februar 1913 in Berlin, † 14. Mai 1998 in München

    Seit 1949 gehörte der CSU-Politiker dem Deutschen Bundestag an: Von 1953 bis 1965 war er dessen Vize-Präsident. Mitte der fünfziger Jahre gehörte er zu den Politikern, die das "Primat der Politik" in der Wehrverfassung durchsetzten. 1961 sprach er sich für die Wiedereinführung der Todesstrafe aus ("Kopf-ab-Jäger") und avancierte 1965 dennoch zum Justizminister (bis 1966). Seit 1967 war er erneut Vizepräsident des deutschen Bundestages. 1976 wurde er als Vizepräsident des Bundestags abgelöst und verzichtete 1980 auf eine neue Kandidatur für den Bundestag.

    Kalenderblatt - 18. Juli

    1922 Der Reichstag verabschiedet das Republikschutzgesetz, das unter dem Eindruck der Ermordung von Außenminister Walther Rathenau ausgearbeitet wurde und dem Schutz der demokratischen Staatsform vor politischem Extremismus dienen soll. Es ist zunächst auf fünf Jahre befristet, wird aber 1927 noch einmal um zwei Jahre verlängert.
    1930 Der Reichskanzler Heinrich Brüning löst den Reichstag auf, nachdem die von der Regierung mit Notverordnungsrecht angeordneten Steuererhöhungen von den Abgeordneten abgelehnt wurden.
    1949 Gründung der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" (FSK).