Raumwellen

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    Raumwellen sind neben den Bodenwellen ein Teil der von einem Sender ausgestrahlten elektromagnetischen Wellen. Raumwellen breiten sich analog zu den Gesetzen der Optik aus, d.h. sie können reflektiert und gebeugt werden.

    Die sich entlang der Erdoberfläche ausbreitenden Raumwellen nehmen etwa einen Weg, der der optischen Sicht entspricht. Die in den Weltraum abgestrahlten Wellen werden unter bestimmten Bedingungen an den obersten Schichten der Atmosphäre - der Ionosphäre - reflektiert und kehren als indirekte Raumwellen zur Erdoberfläche zurück. Bei erneuter Reflexion dieser Wellen von der Erdoberfläche entstehen Mehrfachreflexionen, die zur Überbrückung großer Entfernungen führen können.

    Gleitwellen sind besondere Formen der Raumwellen, die in der Ionosphäre gebeugt werden, über eine bestimmte Entfernung in ihr entlanglaufen und dann zur Erdoberfläche zurückkehren, wodurch eine große Entfernung überbrückt sein kann. Da sich die Bedingungen in der Ionosphäre durch Wetter und Sonnentätigkeit (Sonnenflecken) ständig ändern, lassen sich Ausbreitungsentfernungen der Raumwellen nicht vorhersagen und unterliegen ständigen Schwankungen. Die besonders im Kurzwellen- und Mittelwellenbereich von Rundfunksendern (Rundfunk) auftretenden Fading-Erscheinungen lassen sich auf die wechselnden Ausbreitungsbedingungen zurückführen. Die tote Zone befindet sich zwischen den Endpunkten der Reichweite der Bodenwelle oder auch der direkten Raumwelle und dem Auftreffpunkt der reflektierten (indirekten) Raumwelle. In diesem Gebiet ist kein Empfang des betreffenden Senders möglich.

    Elektromagnetische Wellen mit einer Frequenz, die größer als 60 Megahertz ist, werden nicht mehr reflektiert, d.h. deren Ausbreitung erfolgt nur durch die direkte Raumwelle. Zu diesen Frequenzen gehören die UKW-, UHF- und VHF-Frequenzen.


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