Radiocarbonmethode

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    (lateinisch) auch: Radiokarbonmethode;

    von W.F. Libby 1947 entwickeltes Verfahren zur Altersbestimmung z.B. archäologischer oder geologischer Funde durch Bestimmung des noch vorhandenen Gehalts an radioaktivem Kohlenstoff mittels dessen Halbwertszeit. Die Radiokarbonmethode beruht darauf, dass in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung Neutronen erzeugt werden, die durch eine Kernreaktion mit dem Stickstoffisotop 14N das Kohlenstoffisotop 14C bilden, das mit einer Halbwertszeit von etwa 5370 Jahren zerfällt. Da dessen Erzeugung und Zerfall im Gleichgewicht bleiben und 14C bei organischen Aufbauprozessen in Organismen eingebaut wird, ist in deren Relikten stets noch ein gewisser Prozentsatz davon enthalten. Wie groß dieser ist, hängt von der Zeitspanne zwischen Absterben des Organismus und dem Zeitpunkt der Untersuchung ab. Daraus lässt sich dessen ungefähres Alter bestimmen.

    Kalenderblatt - 15. Oktober

    1815 Ankunft Napoleons I. am Ort seiner zweiten und endgültigen Verbannung, der Insel St. Helena im mittleren Atlantik.
    1894 Verhaftung des französischen jüdischen Hauptmanns Alfred Dreyfus unter Anklage des Hochverrats. Die Affäre um ihn führt zu schweren Erschütterungen der Dritten Republik.
    1923 Die deutsche Reichsregierung ergreift erste Maßnahmen zur Überwindung der Inflation, nachdem auf den Devisenbörsen ein Dollar vier Milliarden Mark kostet.