Radioastronomie

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    (lateinisch)

    Teil der Astrophysik; beobachtet mit Radioteleskopen die Frequenzstrahlungen (Radiostrahlung) aus dem Weltall und gewinnt so Informationen über dessen Struktur. Man unterscheidet zwischen Kontinuum- und Linienstrahlung, thermische und nichtthermische Strahlung. 1951 wurde die 21-cm-Strahlung des interstellaren neutralen Wasserstoffs nachgewiesen, der wichtig bei der Erforschung des Milchstraßensystems ist. Außerdem erforscht die Radioastronomie die Verteilung und den physikalischen Zustand des interstellaren Gases. Untersucht werden z.B. die Strahlung der Sonne, des Mondes, der Planeten, der Milchstraße und einzelner Radioquellen. Wichtig in diesem Zusammenhang war auch die radioastronomisch nachgewiesene Hintergrundstrahlung.

    Obwohl die Radiostrahlung ferner Milchstraßensysteme, die zur Erde gelangt, sehr viel schwächer ist als das ankommende Licht, erbringt die Radioastronomie viele Erkenntnisse, da Radiowellen von unserer Atmosphäre nur in geringem Ausmaß absorbiert werden. Außerdem ist dieser Wissenschaftszweig noch ausbaufähig, während die Beobachtung mithilfe von Fernrohren allmählich eine technische Grenze erreicht, abgesehen von höchst aufwändigen Satelliten- oder mondgestützten Observatorien.

    Kalenderblatt - 17. August

    1876 Uraufführung der Oper "Götterdämmerung" von Richard Wagner.
    1908 Der Schuhmacher Wilhelm Voigt, bekannt als "Hauptmann von Köpenick", wird begnadigt und aus der Haft entlassen. Er hatte am 16.  Oktober in der Uniform eines preußischen Hauptmanns einen Trupp Soldaten von der Straße mitgenommen, war zum Rathaus der Stadt Köpenick bei Berlin marschiert, hatte den Bürgermeister verhaftet und die Stadtkasse mitgenommen.
    1920 Im "Wunder an der Weichsel" stoppt Polen den Vormarsch der Roten Armee.