Quasar

    Aus WISSEN-digital.de

    (lateinisch) Abk. für: quasi-stellare Radioquelle,

    1963 entdeckte man Himmelskörper, die eine starke Strahlung im Radio- bzw. Infrarot- oder Röntgenwellenbereich abgaben. Wegen ihres sternartigen Aussehens wurden sie Quasare genannt (lateinisch: quasistellar, "sternähnlich"). Sie sind die leuchtintensivsten Himmelskörper im Universum und daher auch über weiteste Entfernungen sichtbar. Berechnungen ihrer Geschwindigkeit ergaben Werte von über 100 000 km/s, ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit. In ihrem Spektrum lässt sich eine starke Abstrahlung im UV- und Infrarot-Bereich messen. Im Jahr 2001 entdeckten Forscher einen Quasar vom Typ II. Er unterscheidet sich von den gewöhnlichen Quasaren dadurch, dass er nur schwach leuchtet. Dafür strahlt er aber besonders stark als Quelle von Röntgenstrahlen. Die Ursache hierfür könnte sein, dass der Quasar von einer Hülle aus Staub und Gas umgeben ist, die die normale Licht-Strahlung zurückhält.

    Deutet man ihre starke Rotverschiebung mit dem Doppler-Effekt als extrem hohe Fluchtgeschwindigkeit (Hubble-Effekt), sind Quasare Objekte am Rande der beobachtbaren Welt, in bis zu 10 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Deutet man sie als Folge der Explosion einer Galaxie oder als relativistischen Gravitationseffekt äußerst massereicher kollabierender Sterne, dann könnten Quasare auch näher liegende Objekte sein. Heute neigen viele Forscher dazu, Quasare als aktive Galaxien anzusehen, in deren Zentren riesige Schwarze Löcher liegen.


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