Pyeongchang – auch ohne Olympia eine Reise wert?

    Aus WISSEN-digital.de

    Pyeongchang gewann die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 und stach dabei auch München aus. Für Wintersportler hat der südkoreanische Landkreis um Pyeoengchang nämlich eine Menge zu bieten: Von einer Langlauf-Arena über ein Alpin-Skizentrum bis zur Ski-Sprungschanze ist alles dabei. Ein weiterer Vorteil und sicher mit ausschlaggebend für den Sieg war, dass sich alle Sportstätten im Umkreis von rund 30 Kilometern befinden. 498 Schneekanonen versorgen das Gebiet mit Neuschnee. Aber was macht Pyeongchang sonst noch für Touristen interessant?

    Pyeongchang ist die drittgrößte Stadt Südkoreas und gehört zur Provinz Gangwon-do. Haupteinnahmequelle ist die Landwirtschaft, der Tourismus bestreitet rund 40 Prozent der Wirtschaftsleistung. Anders als in der 160 Kilometer entfernten Hauptstadt Seoul gibt es in Pyeongchang kaum Industrie. Nur 45.000 Einwohner leben im Landkreis Pyeongchang, während die Einwohnerzahl in Seoul mehr als zehn Millionen beträgt.

    Die Regierung will bis 2018 eine Menge investieren, um Pyeongchang für Touristen noch attraktiver zu gestalten. Auf dem Plan stehen die Errichtung von Kasinos, Einkaufszentren und Golfplätzen. Im Hinblick auf die olympischen Spiele dürfte vor allem das nicht weit entfernte Retortendorf "Alpensia" interessant sein, in dem viele Teile der Veranstaltung stattfinden sollen.

    Wie der Name bereits verrät, ist der Ort deutlich am alpenländischen Flair orientiert: "Alpensia" setzt sich zusammen aus "Alpen" und "Asia". Neben Restaurant wie dem "Edelweiß" findet man auch typisch ostasiatische Elemente, wie zum Beispiel eine Karaoke-Bar. Zudem will man in Alpensia extra für die Winterspiele eine Konzerthalle errichten, in der Hallyu-Stars, Mitglieder der zeitgenössischen südkoreanischen Pop-Kultur, auftreten sollen. Das Dorf ist längst berühmt für seine Musikveranstaltungen wie das "Great Mountains International Music Festival and School", bei dem jährlich bekannte Musiker aus aller Welt auftreten.

    Doch schon jetzt hat die Umgebung Gangwon-do einiges zu bieten: Eine ihrer schönsten Sehenswürdigkeiten ist die achteckige Stein-Pagode im Woljeongsa-Tempel beim Odaesan-Gebirge. Neun Stockwerke hat der turmartige Bau, der im 10. Jahrhundert errichtet worden sein soll. Neben den Bergen Seorak und Odae, ist besonders auch die Hwanseongul, Koreas größte Tropfsteinhöhle, eine beliebte Touristenattraktion. Jedes Jahr kommen mehr als eine Millionen Menschen um die unterirdische Höhle zu sehen, die 1997 für Besucher öffnete.

    Zudem gibt es Buddha-Tempel, Museen sowie Nationalparks, die Gangwon-do auch ohne die Wintersportmöglichkeiten zu einem vielfältigen Reiseziel machen. Wer sich für eine Rundreise durch ganz Südkorea entscheidet, findet hier weitere nützliche Informationen: Reiseinfo: Südkorea.

    Durch die Olympischen Winterspiele hofft die Regierung ähnliche Erfolge verzeichnen zu können wie die Stadt Sapporo in Japan, die 1972 Gastgeber der Olympischen Winterspiele war. Zuvor kaum bekannt, konnte die Stadt mithilfe der steigenden Touristenzahlen langfristige wirtschaftliche Erfolge erzielen.


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