Prosagedicht

    Aus WISSEN-digital.de

    Der Begriff stammt aus dem Französischen ("poème en prose"). Das Prosagedicht fügt Merkmale der Lyrik und der Prosa zusammen. So ist zu bemerken, dass klangliche und rhythmische Strukturen in geschlossener Form vorliegen, jedoch ohne durch Endreim oder durchgehende Verstrennung gekennzeichnet zu sein. Es wird auf die alten Traditionen der Lyrik verzichtet, damit die Aussage nicht durch die formalen Zwänge beeinflusst wird.

    Das Prosagedicht entstand als extremes Ergebnis einer revolutionären Literaturentwicklung in Frankreich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Am bekanntesten sind Charles Baudelaires "Petits poèmes en prose" und in Deutschland Nietzsches "Zarathustra". Überhaupt erlangte die Form des Prosagedichts seit 1900 bis zur Gegenwart immer mehr an Beliebtheit. Franz Kafka, Bertolt Brecht, Else Lasker-Schüler, Peter Handke, Sarah Kirsch, Georg Heißenbüttel, die Dadaisten und die Expressionisten u.a. drückten sich häufig in Prosagedichten aus.


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