Privatisierung

    Aus WISSEN-digital.de

    (lateinisch: privatus, "eigen, gewöhnlich")

    Bezeichnung für die Umwandlung von staatlichem Besitz in privaten. Zu unterscheiden ist zwischen formaler Privatisierung, bei der öffentlich-rechtlich geführte Betriebe in eine privatrechtliche Organisationsform (GmbH, AG) überführt werden, wobei der Staat aber Eigentümer der neuen Gesellschaft bleibt, und materieller Privatisierung, bei der die Eigentumstitel an private Personen verkauft werden.

    In der Bundesrepublik Deutschland werden Privatisierungen staatlicher Betriebe v.a. seit den 1970er Jahren vorgenommen. Ziele sind Wettbewerbsförderung und die Freisetzung von Geldmitteln für den Abbau der Staatsverschuldung. Seit der Wiedervereinigung wurde das volkseigene Vermögen der DDR über die Treuhandanstalt privatisiert. Zu den größten Privatisierungen der Bundesrepublik Deutschland gehören die des Volkswagenwerks, der Lufthansa, der Bundespost und der Bundesbahn.

    KALENDERBLATT - 18. Juni

    1922 Der HSV und der 1. FC Nürnberg erkämpfen beim Finale der Deutschen Fußballmeisterschaft in Berlin ein Unentschieden – das Spiel endet 2:2.
    1974 Die nach acht Monaten israelischer Kriegsgefangenschaft heimkehrenden syrischen Soldaten, die im Jom-Kippur-Krieg gegen Israel gekämpft haben, werden in der syrischen Hauptstadt Damaskus von über 20 000 Menschen begrüßt.
    1995 In Frankreich erringt das erste Mal ein Kandidat der FN (Front National) die absolute Mehrheit. Der Vertreter der rechtsextremen Partei wird zum Bürgermeister von Toulon gewählt.



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