Postmoderne

    Aus WISSEN-digital.de

    zunächst Begriff der Kulturgeschichte, der in den 60er Jahren des 20. Jh.s entstand und die Abwendung von Künstlern von den ästhetischen Konventionen der modernen Kunst beschrieb. Postmoderne Elemente finden sich in der bildenden Kunst, Literatur und Musik und insbesondere in der Architektur.

    Die Kunst der Postmoderne geht von dem Grundsatz aus, dass nichts Neues mehr geschaffen werden könne; der Rückgriff auf vergangene Epochen und Kunststile, oft in der Form von Zitaten, ist Programm der postmodernen Kunst. Weitere allgemeine Merkmale sind Bruch der Konventionen, Stilpluralismus und Verspieltheit. Die postmoderne Malerei stellt sich in bewusste Opposition zur klar definierten Objektivität von Minimal Art und Konzeptkunst.

    In die Architektur wurde der Begriff 1976 durch den amerikanischen Architekten Ch. Jencks eingeführt. Historisierende Formen (Bögen, Säulen und Erker) wurden frei miteinander kombiniert und teilweise ironisch verfremdet. Bedeutende Vertreter postmoderner Architektur sind H. Hollein, C.W. Moore, A. Rossi, O.M. Ungers und J. Stirling.

    In der Malerei wird der Begriff der Postmoderne als Sammelbegriff für verschiedene Kunsttendenzen seit Ende der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts verwendet, die alle einem radikalen Individualismus huldigen. Gemeinsames Kennzeichen ist insbesondere das Verwenden von Zitaten aus der Kunst- und Kulturgeschichte. Genres wie Figurenbildnisse, Stillleben und Landschaftsbilder kamen wieder zu ihrem Recht. Der Stilpluralismus hat der Postmoderne verschiedentlich den Vorwurf der Unverbindlichkeit und Beliebigkeit eingebracht. Die Anfänge sind in Italien zu suchen, mit der Gruppe Arte crifa, die eine Kunst "jenseits der Avantgarde" schaffen wollte (Francesco Clemente, Sandro Chia). Den Neuen Wilden in Deutschland (Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Dahn und Dokoupil) dient der Expressionismus als Quelle der Inspiration. Die amerikanische Variante ist unter dem Begriff New Image Painting bekannt und befasst sich vorwiegend mit alltäglichen Dingen, die aus ihrem gewohnten Zusammenhang gelöst werden.

    Inzwischen ist der Begriff eine kulturtheoretische Bezeichnung für eine noch als modern bezeichnete Periode, die bereits Formen ihrer eigenen Überwindung beinhaltet.

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