Plötze

    Aus WISSEN-digital.de

    (Rutilus rutilus)

    auch: Rotauge;

    Die Plötze ist in ganz Europa nördlich der Alpen und Pyrenäen mit Ausnahme von Nordwestskandinavien zuhause. Am häufigsten ist der Fisch in pflanzenreichen Uferzonen von stehenden oder langsam fließenden Gewässern anzutreffen; auch im Brackwasser der Ostsee wurde die Plötze schon gesichtet.

    Die Plötze erreicht eine Länge zwischen 20 und 50 Zentimetern. Ihr Körper ist spindelförmig bis hochrückig, seitlich abgeflacht, das endständige Maul ist relativ klein. Die Grundfärbung ist silberglänzend, am Rücken grau bis gelblich, am Bauch rötlich (zur Laichzeit). Auffällig sind die rötlichen brust-, Bauch- und Afterflossen sowie die rote Iris, daher auch der Beiname Rotauge.

    Die Plötze ernährt sich von Wasserpflanzen, Plankton, wirbellosen Kleintieren und Jungfischen. Sie laicht im April/Mai, bevorzugt in Flachbereichen mit dichtem Pflanzenwuchs. Dort legen die Weibchen bis zu 100 000 Eier ab, die an Wasserpflanzen haften bis nach fünf bis zehn Tagen die Larven schlüpfen.

    Ähnlich wie die Karausche ist auch die Plötze ein anpassungsfähiger und gegen Wasserverschmutzung ziemlich unempfindlicher Schwarmfisch.

    Systematik

    Art aus der Unterfamilie der Eigentlichen Weißfische (Leuciscinae) in der Familie der Weißfische (Cyprinidae) in Unterordnung der Karpfenähnlichen (Cyprinoidei), die zur Ordnung der Karpfenfische (Cypriniformes) zählt.


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