Pierre Auguste Renoir

    Aus WISSEN-digital.de

    französischer Maler, Grafiker und Bildhauer; * 25. Februar 1841 in Limoges, † 3. Dezember 1919 in Cagnes-sur-Mer

    Renoir ist ein Hauptvertreter des französischen Impressionismus und einer der populärsten Maler überhaupt.


    Der Sohn eines Schneiders begann zunächst eine Lehre bei einem Porzellanmaler. 20-jährig kam Renoir 1861 in das Atelier des Akademiemalers Charles Gleyre. Dort lernte er Monet, Bazille und Sisley kennen, mit denen er im Freien nach der Natur zu malen begann. Da das Kunstpublikum an ihren Werken nicht interessiert war und die Maler von den offiziellen Kunstausstellungen des Salons ausgeschlossen waren, stellten sie 1874 privat im Atelier eines Bekannten aus.

    In den folgenden Jahren wandte sich Renoir, nicht zuletzt aus finanzieller Notwendigkeit, der Porträtmalerei zu. Besonders im Großbürgertum wurde es üblich, sich von Renoir porträtieren zu lassen. Über seinen Kunsthändler wurde Renoir auch in den USA bekannt.

    1890 heiratete er seine langjährige Geliebte Aline, mit der er bereits einen Sohn hatte. Auf Grund einer rheumatischen Erkrankung zog der Künstler 1907 an die Côte d'Azur, wo sein Spätwerk entstand.

    In Renoirs Frühwerk ist noch der Einfluss Courbets spürbar, später orientierte er sich stärker an Monet. Renoir war kein reiner Landschaftsmaler, sein Interesse galt auch dem Figurenbild und Porträt. Mitte der 80er Jahre gelangte er zu einer vom Impressionismus wegführenden Formverfestigung mit stärker hervortretender Kontur und plastischer Modellierung der Figuren. Neben Porträts malte Renoir zahlreiche Aktdarstellungen, Landschaften und Blumenstillleben.

    Schatten malte Renoir nicht mit Schwarz, sondern einer Mischung von Blau- und Brauntönen. Daneben setzte er häufig flirrende helle Flecken von Sonnenlicht. Sein Stil änderte sich nach seiner Italienreise 1881 vorübergehend hin zu schärferen Konturen. Später kehrte Renoir jedoch wieder zu warmen Farben und einer offenen Malweise zurück.

    Renoir schuf neben rund 6 000 Gemälden auch einige Lithografien, Radierungen und Plastiken (von Gehilfen ausgeführt).

    Werke (Auswahl)

    "In der Loge" (1874, London, Courtauld Institute); "Tanz im Moulin de la Galette" (1876, Paris, Louvre); "Am Frühstückstisch" (1879, Frankfurt, Städel); "Das Frühstück der Bootsfahrer" (1881, Washington, Phillips Collection); "Badende Mädchen" (1884-86, Philadelphia, Museum of Art).

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