Panama

    Aus WISSEN-digital.de


    Geografie

    Panama (amtlich: República de Panamá) liegt in Mittelamerika auf der zentralamerikanischen Landbrücke, die Süd- und Nordamerika miteinander verbindet. Ebenfalls zum Staatsgebiet des Landes gehören vorgelagerte Inseln im Golf von Panama sowie im Golf von Chìriquí. Das Land hat neben seinen Küsten zum Karibischen Meer (Teil des Atlantiks) und zum Pazifischen Meer im Westen eine Landesgrenze zu Costa Rica und im Osten eine Landesgrenze zu Kolumbien. An der engsten Stelle des Landes etwa in der Mitte verläuft der Panamakanal in einer Landsenke. Er stellt eine der wichtigsten Wasserstraßen weltweit dar und ermöglicht den Warenverkehr per Schiff zwischen Atlantik und Pazifik, ohne dass Südamerika umfahren werden muss. Die Gesamtfläche des Landes beträgt 75 517 km².

    Das westliche Panama wird von einem zentralen Gebirgszug geprägt, der zwischen 2 000 m und 3 000 m hoch ist, und mit dem erloschenen Vulkan Chìriquí (3 478 m) den höchsten Berg des Landes aufweist. Auf der östlichen Kanalseite verläuft der Gebirgszug mit einer Höhe von bis zu 700 m parallel zur Atlantikküste weiter und bildet damit eine Wetterscheide zwischen pazifischen und atlantischen Landesteilen. Auf der pazifischen Seite ist dem Bergland ein breiteres Tiefland, darunter das Darién, vorgelagert. Der größte See des Landes ist mit 430 km² der Gatun, der Teil des Panamakanals ist.

    Klima

    Panama hat tropisches Klima. Dabei unterscheidet sich durch die teilweise hohen Gebirgszüge die pazifische und atlantische Großwetterlage. Während auf der karibischen Seite von Dezember bis April durch Passatwinde ein immerfeuchtes Klima mit durchschnittlichen Niederschlägen von 2 500 bis 4 000 mm im Jahr herrscht, gibt es auf der pazifischen Seite nur in den Sommermonaten stärkere Regenfälle, von Januar bis April besteht eine Trockenzeit. Nur der Südosten ist durch monsunartige Westwinde immerfeucht. Im ganzen Land herrschen sehr hohe Durchschnittstemperaturen sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Nur im Bergland kühlt es entsprechend der Höhenlage merklich ab. Die Temperaturen haben sowohl in Colòn an der atlantischen Karibikküste als auch in der Hauptstadt Panama, die am Pazifik liegt, eine jährliche Durchschnittstemperatur von 26,5 bis 27 °C. Die Niederschlagswerte dagegen variieren im Vergleich zwischen Atlantik- und Pazifikküste deutlich. Sie liegen in Colòn bei jährlich durchschnittlichen 3 170 mm, in Panama dagegen nur bei 1 770 mm.

    Flora und Fauna

    Panama weist eine Vielzahl unterschiedlicher Vegetations- und Tierarten auf, als Landbrücke zwischen den Kontinenten findet sich eine interessante Mischung zwischen süd- und nordamerikanischer Flora und Fauna.

    Der Großteil des Landes ist von tropischem Regenwald bedeckt. Hierbei ist insbesondere auf die Tierra caliente, das Tiefland auf der karibischen Seite einschließlich des Darién mit seinen immerfeuchten Regenwäldern, hinzuweisen. Auf der wechselfeuchten pazifischen Seite der Bergketten finden sich zudem regengrüne Feucht- und Trockenwälder, aber auch Feuchtsavannen. Mangrovenküsten im von der Tide beeinflussten Küstenbereich sowie Korallenriffe mit Sandstränden tragen zum vielfältigen Erscheinungsbild bei. Die Tierra templada weist einen regengrünen Bergwald auf, der ab einer Höhe von 2 500 m in Nebelwald übergeht. Oberhalb der Baumgrenze finden sich Sträucher und Grasflächen.

    Ameisenbären, Faultiere, aber auch Gürteltiere gehören zu den auch in Südamerika auftretenden Tierarten, während die ebenfalls in Panama zu beobachtenden Jaguare, Tapire und Hirsche ursprünglich aus Nordamerika kamen. Neben den Landbewohnern leben Meeresschildkröten an den Küsten Panamas, wo sie insbesondere bei der Eiablage an den Sandstränden zu beobachten sind. Vor allem in den Wäldern ist die Vogelwelt sehr artenreich und umfasst sowohl einheimische als auch Zugvögel.

    Bevölkerung

    Panama hat etwa 3,05 Millionen Einwohner, größte Stadt des Landes ist Panama-Stadt mit knapp 1,04 Millionen Einwohnern im Großraum. Weitere größere Städte sind San Miguelito mit etwa 295 000 Einwohnern, Las Cumbres mit 92 000 und Tocumen mit 85 000. Über zwei Drittel der Panamesen sind Mestizen, also Mischlinge zwischen der indianischen Urbevölkerung und europäischen Zuwanderern. 14 % sind Weiße, eine kleine Minderheit von 2 % stellen zugewanderte Asiaten, die zum Teil beim Bau einer Eisenbahnstrecke, zum Teil beim Bau des Panamakanals ins Land kamen. Die überwiegende Mehrheit der Panamesen (98 %) sind Christen, der Großteil davon römisch-katholisch.

    Offizielle Landessprache ist Spanisch, viele Einwohner sprechen auch englisch. Die Alphabetisierung beträgt 93 %, das Bevölkerungswachstum derzeit 1,25 %, die durchschnittliche Lebenserwartung 72 Jahre.

    Politisches System

    Laut Verfassung von 1972 (größere Änderungen 1978, 1983, 1994 und 2004) ist Panama eine präsidiale Republik. Der Regierungschef wird auf fünf Jahre direkt vom Volk gewählt und ist sowohl Staatsoberhaupt als auch oberster Inhaber der Exekutive (seit 2004 Martín Torrijos). In seinem Machtbereich liegt das Recht, das Kabinett zu ernennen sowie zu entlassen.

    Die Nationalversammlung hat nur eine Kammer mit 78 Abgeordneten, die alle fünf Jahre neu gewählt werden. Wichtigste Parteien im Land sind die die Revolutionäre Demokratische Partei (PRD), die Nationalistisch Liberal-Republikanische Bewegung (MOLIRENA), die Volkspartei (PP) und die National-Liberale Partei (PLN).

    Panama ist in neun Provinzen und fünf autonome Verwaltungsgebiete der indigenen Volksgruppen (comarcas) untergliedert.

    Wirtschaft

    Wichtigster Außenhandelspartner Panamas sind auch nach der Übernahme des Kanals die USA. Daneben wird mit den mittelamerikanischen Nachbarstaaten und den Staaten der Karibik sowie der EU besonders intensiv Handel betrieben. Ausgeführt werden u.a. Bananen, Garnelen, Zucker, Kaffee, Erdölprodukte und Kleidung. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, obwohl nur 8 % des Bruttoinlandsproduktes in diesem Bereich erwirtschaftet werden. Importwaren sind Konsumgüter, Öl, Nahrungsmittel, Mineralprodukte, elektrische und elektronische Geräte, Transportmittel, chemische Produkte sowie Papierwaren.

    Wichtigste Einnahmequelle der panamesischen Volkswirtschaft bildet die Verwaltung und der Betrieb des Panamakanals. Daneben sind Zuckermühlen, die Fischverarbeitung, Brauereien und Erdölraffinerien bedeutsame Industriezweige des Landes. Auch Zement, Baumaterialien und chemische Produkte werden im Land hergestellt. Niedrige Registrierungskosten für ausländische Reedereien lassen zudem zahlreiche Schiffseigner ihre weltweit agierenden Schiffe in Panama registrieren. Der Tourismus, insbesondere in Zusammenhang mit dem Panamakanal, ist wichtiger Devisenbringer. In Panama wird Kupfer und Kohle, in den Regenwäldern Mahagoniholz abgebaut. In der Fischerei dominiert der Fang von Garnelen, die auch exportiert werden. Exportabnehmer sind die USA, Nigeria, Deutschland und Südkorea. Der Import (Nahrungsmittel, Konsumgüter) stammt meist aus Japan, China und den USA.

    Die Arbeitsplätze, die in Zusammenhang mit dem Betrieb des Panamakanals stehen, bewirken einen hohen Anteil der Dienstleistungen am Bruttoinlandsprodukt. Trotz steigendem Bruttosozialprodukt (2004 um etwa 6 %) ist die politische Grundsituation nach der Verabschiedung der amerikanischen Truppen Ende 1999 unsicherer geworden. Der Drogenhandel und -anbau stellt eine ernsthafte Gefährdung der zivilen Organisation des Landes dar und ist ein Grund der hohen Korruptionsrate. Außerdem leben noch immer fast 40 % der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze.

    Währung Panamas ist der Balboa.

    Republik Panama

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    República de Panamá
    Amtssprache Spanisch
    Hauptstadt Panama-Stadt
    Staatsform Präsidiale Republik
    Fläche 75.517 km²
    Einwohner 3.050.000
    Währung Balboa
    Zeitzone UTC −5
    KFZ-Kennzeichen PA
    Internet-TLD .pa
    Telefonvorwahl 00507

    KALENDERBLATT - 29. September

    1227 Papst Gregor IX. erlässt den Kirchenbann gegen den deutsch-römischen Kaiser Friedrich II.
    1918 Der deutsche Reichskanzler Hertling tritt zurück.
    1945 Der erste bayerische Ministerpräsident der Nachkriegszeit, Fritz Schäffer, wird von der amerikanischen Militärregierung seines Postens enthoben. Er hat frühere Mitglieder der NSDAP als Beamte eingestellt.



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