Otto I. der Große (Hl. Römisches Reich)

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    Kaiser des Hl. Römischen Reichs; * 23. November 912 in Walhausen, † 7. Mai 973 in Memleben

    regierte seit 936; Sohn Heinrichs I. Otto baute die von seinem Vater begründete sächsische Herrschaft zur führenden Macht des Abendlandes aus.

    Er kämpfte in den ersten Jahren mehrere Verschwörungen seiner nächsten Verwandten nieder (Aufstand in Lothringen 939). 936/37 übertrag er die Mark an der Elbe, die er erfolgreich gegn die Slawen verteidigt hatte, Hermann Billung und die Mark an der Saale dem Grafen Gero (Ostkolonisation).

    Otto errang 951 durch seine Heirat mit Adelheid, der Gemahlin des 950 verstorbenen Königs Lothar von Italien, die langobardische Krone.

    In den Jahren von 953 bis 955 warf er den Liudolfinger-Aufstand nieder und den in enger Verbindung damit stehenden Ungarnsturm (Lechfeld 955). Er verteilte die Herzogtümer an seine nächsten Verwandten. Von ihnen enttäuscht, versicherte er sich im Kampf gegen Italien (Papst Johann XII., Berengar II.) der Hilfe der geistlichen Fürsten, die er durch Verleihung weltlicher Herrschaftsrechte an die Krone band. Die Reichskirche wurde in die Verfassung des Reiches eingeordnet (so genanntes ottonisch-salisches Reichskirchensystem).

    Otto zwang das neu gegründete Polnische Reich (Mieszko) zur Anerkennung der deutschen Oberhoheit, erneuerte 962 die karolingische Kaiserwürde (Pactum Ottonianum: Bestätigung des Kirchenstaates, Vollzug des formellen Krönungsaktes durch den von ihm eingesetzten Papst Johannes XII: "Machst du mich zum Papst, mache ich dich zum Kaiser").

    Er ordnete 965 erneut die Verhältnisse in der Ostmark, erzielte eine innere Verständigung mit dem Oströmischen Reich durch Vermählung seines Sohnes Otto mit Theophanu von Byzanz, ließ 967 Otto II. zum Kaiser krönen, errichtete 968 das Bistum Magdeburg als Missionsmetropole für den ganzen Osten und unterstellte ihm die Bistümer Brandenburg, Havelberg, Meißen, Merseburg, Schaumburg, Hamburg-Bremen, Ripen, Aarhus, Schleswig und Oldenburg.

    Otto starb 973 in seiner Pfalz Memleben und wurde im Magdeburger Dom beigesetzt.


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